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Altersarmut – 1.300 Menschen im Landkreis Harz auf „Alters-Hartz-IV“ angewiesen

Altersarmut

Altersarmut / Foto: NGG

Altersarmut auf dem Vormarsch: 1.292 Menschen im Landkreis Harz sind neben ihrer Rente auf Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung („Alters-Hartz-IV“) angewiesen. Das teilt die für den Kreis zuständige NGG Süd-Ost-Niedersachsen mit. Die Gewerkschaft bezieht sich hierbei auf Angaben des Statistischen Landesamts. NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann nennt die Zahlen einen „Weckruf“ und fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik.

„Zwar ist die Rentenkasse so gut gefüllt wie lange nicht, aber Geringverdiener profitieren kaum von der nächsten Erhöhung“, so Tessmann. Gerade Frauen und Alleinerziehenden bleibe trotz vieler Arbeitsjahre der Gang zum Sozialamt häufig nicht erspart. Verschärfen dürfte sich die Lage in den nächsten zwei Jahrzehnten: Nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung wird das Armutsrisiko besonders für die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre ansteigen – von aktuell 15 auf 20 Prozent im Jahr 2036. Als armutsgefährdet gilt ein Rentner, dessen Netto-Einkommen unter 958 Euro monatlich liegt.

Die NGG Süd-Ost-Niedersachsen

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