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Unser Harz Mai 2016 – Bergbau in Sankt Andreasberg, die Birke, Zonierung des Nationalparks und vieles mehr

Zonierung des Nationalparks Harz

Zonierung des Nationalparks Harz im Jahre 2016 / Grafik: Nationalpark Harz

Ein Berg, der es in sich hat … 10 Jahre Montanforschung im Beerberg bei Sankt Andreasberg; Einiges über die Birke (nach Roth Betula pendula, 1788); Serie Harzer Künstlerpostkarten, Teil 3: Mythen, Sagen und Fabelwesen; Nationalpark-Forum: Die neue Gebietsgliederung des Nationalparks

Clausthal-Zellerfeld. Vor über 10 Jahren hat die Arbeitsgruppe „Bergbau“ des St. Andreasberger Vereins für Geschichte und Altertumskunde nach jahrelanger Aufwältigungsarbeit im Lehrbergwerk „Roter Bär“ sich daran gemacht, weitere Baue im Beerberg zu erschließen. Was übertage von den Spuren des Altbergbaus oft nur unter erschwerten Bedingungen zu besichtigen ist wegen der Gefahr querschießender Biker oder weil es durch rücksichtslose Forstwirtschaft verschüttet worden ist, enthüllt die Arbeit untertage Stück für Stück in meist schweißtreibender Schwerarbeit. Wunderschöne Schrämarbeiten oder feuergesetzte Gangprofile werden hier wieder freigelegt und bieten faszinierende Einblicke in den früheren Bergbau des 16. und 17. Jahrhunderts. Begleitende

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Nationalpark-Löwenzahnpfad am HohneHof wieder geöffnet

Kaltblutpferd Loewenzahnpfad

Kaltblutpferd Apollo mit Forstwirt Maik Bienias des Gespannfuhrunternehmens Meyer aus Wernigerode. Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode. Um den beliebten Löwenzahn-Entdeckerpfad im Nationalpark Harz bei Drei Annen Hohne wieder aus dem Winterschlaf zu holen, mussten in diesen Tagen neben den Mitarbeitern der Nationalpark-Werkstatt weitere Spezialisten ans Werk gehen. Denn es galt, das in den Winter- und Frühjahrsstürmen umgeworfene Fichtenholz aus dem hier befindlichen 500-m-Bereich des Nationalparks zu holen, wo noch intensive Borkenkäferbekämpfung stattfindet, berichtet der zuständige Nationalpark-Revierförster Martin Bollmann. Seine Forstwirte mussten in den letzten Monaten oft bis zu dreimal in die gleichen Waldabteilungen, um hier sämtliches Holz aufzuarbeiten. In den letzten Tagen waren Rückepferde als Spezialtraktoren und auch Seibahnen – je nach den Möglichkeit vor Ort – im Einsatz, um mehrere hundert Kubikmeter Nadelholz zu bergen. “Wir versuchen hier, dem Fichtenborkenkäfer das Brutmaterial zu entziehen, indem wir jetzt das bearbeitete Holz aus dem Wald schaffen. Dieses passiert vornehmlich im 500-m-Bereich und

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Waldinventur im Nationalpark Harz hat begonnen

wildnis brockenurwald steimecke

Totholz und Wildnisentwicklung mit Moderverjüngung (junge Fichten wachsen auf dem Totholzstamm) im sogenannten Brockenurwald / Foto von Jürgen Steimecke

Wernigerode. In diesen Tagen beginnen im Nationalpark die Außenaufnahmen zur Waldinventur mit dem sperrigen Namen „Aufnahme der Waldstrukturen als permanente Stichprobeninventur an fest vermarkten Probepunkten“.

An ca. 2.400 Probepunkten von je 500 Quadratmetern werden auf den knapp 25.000 ha des Nationalparks Bäume und Holz „unter die Lupe“ genommen – so z.B. stehende Bäume je nach Baumart, Höhe und Durchmesser, aber auch die Verjüngung am Waldboden und das Totholz. Weiterhin werden verschiedene Kleinstrukturen wie Baumhöhlen, Blitzrinnen oder abgerissene Äste aufgenommen. Diese Inventuraufgabe erwächst aus dem Nationalparkplan. Sie ist wichtig, um die Waldentwicklung im Nationalpark beurteilen zu können. Mit dieser Erstaufnahme wird der aktuelle Waldzustand quantitativ beschrieben und dokumentiert – sowohl in der Naturdynamikzone, d.h. der Kernzone, wo kein menschlicher Eingriff mehr erfolgt, als auch in der Naturentwicklungszone, wo der Mensch noch aktiv

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Der Borkenkäfer macht keine Sommerferien

borkenkaeferfalle

Nationalpark-Revierleiter Martin Bollmann mit der neuen Borkenkäfer-Schlitzfalle im Einsatz. Foto: Nationalpark Harz.

Wernigerode – Braunlage-Oderhaus. In den letzten Tagen hat sich auch im Nationalpark Harz an Fichten sog. „Stehendbefall“ durch den Fichtenborkenkäfer gezeigt, d.h. scheinbar gesunde und grüne Bäume werden vom Borkenkäfer befallen. Das ist allerdings für diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches.

Der oft kalte und sehr trockene Frühling und der sich ähnlich zeigende Frühsommer haben dafür gesorgt, dass der erste Anflug der Käfer später erfolgte als in den Vorjahren. Es zeichnete sich aber bereits 2014 ab, dass die Käferpopulation im Ansteigen ist und der Käferflug in Teilen recht intensiv war.

Für den Nationalpark Harz bedeutet das, dass sich die Entwicklungen in der Naturdynamikzone (Kernzone) in den Fichtenwäldern der Hochlagen beschleunigen, wo keine menschlichen Eingriffe außer Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht mehr erfolgen.

Dadurch sind spannende Entwicklungen erkennbar, denn tote Bäume sind nicht gleichbedeutend mit totem Wald. Am Waldboden regt sich vielfältiges Leben

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Halberstädter Schüler pflanzen Buchen am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Buchenpflanzung

Buchenpflanzung am Löwenzahnpfad am Hohnehof / Foto von Freddy Müller, Nationalpark Harz

Pflanzaktion für den neuen Wald – aktive Waldentwicklungsarbeiten im Nationalpark Harz am Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Wernigerode. Der Nationalpark Harz gehört mit einer Größe von knapp 25.000 Hektar zu den größten Waldnationalparken Deutschlands. Auf über der Hälfte dieser Fläche – der Kernzone – bleibt die Natur in ihrer Entwicklung schon ganz sich selbst überlassen. Hier geht es um den Schutz von natürlicher Dynamik, die viele Überraschungen bereit hält und nicht planbar ist. Faktoren wie Sturm, Schneebruch, Klimaveränderungen oder andere Veränderungen können diesen Entwicklungsprozess maßgeblich beeinflussen. Das ist ein spannender Prozess, der durch den Nationalpark beobachtet und wissenschaftlich begleitet wird.

Solche Flächen werden in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener und üben eine große Faszination auf die Menschen aus. In bereits 16 Nationalparken in Deutschland sind Nationalpark-Kernzonen zu beobachten – am bevorstehenden Pfingstwochenende wird als jüngster Park der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eingeweiht.

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Bucheckern-Ernte für die Waldentwicklung im Nationalpark Harz

bucheckerernte 2014

Bucheckerernte im Jahr 2014 / Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode. Seit etwa drei Wochen liegen im Altbuchenwald zwischen Sandtal und Tiefenbach im Nationalparkrevier Scharfenstein bei Ilsenburg grüne Netze unter alten Buchen. Sie sollen die herunterfallenden Bucheckern auffangen, damit aus ihnen dann in der Baumschule kleine Buchen für die Nationalpark-Waldumwandlung herangezogen werden können.

In diesem Jahr tragen viele Waldbäume reichlich Früchte, es ist ein “Mastjahr”. Der Begriff kommt aus dem Mittelalter und weist darauf hin, dass damals Haustiere – insbesondere Schweine – in den Wald getrieben wurden, um die energiereichen Baumsamen wie Eicheln und Bucheckern zu fressen, damit sie Speck ansetzen. Heute gibt es die Waldweide nicht mehr.

Für den Nationalpark Harz sind diese Bucheckern von großer Bedeutung. Durch die Ernte in der eigenen Fläche wird gewährleistet, dass nur heimisches Saatgut für das benötigte Pflanzgut eingesetzt wird. Beerntet werden nur bestimmte, anerkannte Waldbestände, die aufgrund ihrer Eigenschaften wie Stabilität, Gesundheitszustand und Wuchsverhalten

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Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2013 – Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Tätigkeitsbericht 2013

Tätigkeitsbericht 2013 des Nationalparks Harz

Wernigerode. Mit dem Jahr 2013 hat der Nationalpark Harz zum ersten Mal ein ganzes Jahr in seiner neuen Fachbereichsstruktur arbeiten können. „Jetzt steht als vorläufig letzter organisatorischer Schritt die Neuorganisation einiger Nationalpark-Reviere an. Danach wird der Nationalpark Harz gut aufgestellt sein“, so Andreas Pusch, der Nationalparkleiter, „um das Ziel, bis zum Jahr 2022 auf 75 % der Nationalparkfläche den Prozessschutz zu verwirklichen, zu erreichen. So konnten wir im zurückliegenden Sommer flexibel auf die etwas entspanntere Borkenkäfersituation reagieren. Während sich der Käfer in den Hochlagen des Nationalparks erstaunlicherweise weiter rasant vermehrte, waren in der Naturentwicklungszone nur noch geringe Holzeinschläge notwendig, um die benachbarten Wirtschaftswälder sicher zu schützen. Dafür konnte die planmäßige Aufgabe einer schonenden Unterstützung der natürlichen Waldentwicklung mit großem Engagement vorangebracht werden.“, so Pusch weiter.

Davon konnte sich auch die neue Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz vor Ort überzeugen. Bereits kurz

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Erläuterung der verschiedenen Bereiche im Nationalpark Harz

Im Nationalpark Harz gibt es folgende Gebietsgliederungen:

Naturdynamikzone (Kernzone): Hier darf sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln und der Mensch greift nicht mehr ein. Eine Borkenkäferbekämpfung wird nicht durchgeführt. Die Sicherheit geht jedoch vor – Ausnahmen sind daher die hier vorzustellenden Verkehrssicherungsmaßnahmen an öffentlichen Straßen und Plätzen.

Naturentwicklungszone: Hier werden noch Maßnahmen zur Entwicklung der weiteren Naturnähe im Nationalpark durchgeführt. Das können u. a. Maßnahmen der Laubholzförderung, der Stabilisierung von Fichtenbeständen, aber auch Pflanzungen von heimischen Laubhölzern sein. Die Bekämpfung des Borkenkäfers erfolgt abgestuft.

Außerdem ist im gesamten Nationalpark ein Streifen von 500 m Breite entlang seiner Außengrenzen, immerhin 157 km, ausgewiesen, in dem der Borkenkäfer zum Schutz der benachbarten Wirtschaftswälder konsequent bekämpft wird.

Aus einer Presse-Information des Nationalparks Harz

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