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Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2016 erschienen

Tätigkeitsbericht 2016

Tätigkeitsbericht 2016 / Foto: Mandy Bantle, Nationalpark Harz

Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das Jahr 2016 erschienen – Schwerpunktthema Forschung und Dokumentation

Wernigerode. Mit dem 89 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht 2016 steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit informiert. Schwerpunktthema des Heftes sind die verschiedenen Forschungsarbeiten im Nationalparkgebiet. Der Bericht kann unter www.nationalpark-harz.de heruntergeladen werden.

Im Vorwort des Tätigkeitsberichts 2016 berichtet Nationalpark-Leiter Andreas Pusch über ein großes Ereignis, das der der Nationalpark Harz gleich zu Beginn des Jahres 2016 feiern konnte – das zehnjährige Jubiläum der Fusion der beiden Nationalparkteile. Im feierlichen Rahmen der Kaiserpfalz Goslar gratulierten als Hauptredner die Ministerpräsidenten der beiden Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Stephan Weil und Dr. Reiner Haseloff. Sie betonten unisono, dass die Fusion eine ökologische und regionalpolitische Erfolgsgeschichte ist und beide Länder den gemeinsamen Weg auch zukünftig beschreiten wollen.

Bei der Würdigung des Erreichten nahm

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Waldinventur im Nationalpark Harz hat begonnen

wildnis brockenurwald steimecke

Totholz und Wildnisentwicklung mit Moderverjüngung (junge Fichten wachsen auf dem Totholzstamm) im sogenannten Brockenurwald / Foto von Jürgen Steimecke

Wernigerode. In diesen Tagen beginnen im Nationalpark die Außenaufnahmen zur Waldinventur mit dem sperrigen Namen „Aufnahme der Waldstrukturen als permanente Stichprobeninventur an fest vermarkten Probepunkten“.

An ca. 2.400 Probepunkten von je 500 Quadratmetern werden auf den knapp 25.000 ha des Nationalparks Bäume und Holz „unter die Lupe“ genommen – so z.B. stehende Bäume je nach Baumart, Höhe und Durchmesser, aber auch die Verjüngung am Waldboden und das Totholz. Weiterhin werden verschiedene Kleinstrukturen wie Baumhöhlen, Blitzrinnen oder abgerissene Äste aufgenommen. Diese Inventuraufgabe erwächst aus dem Nationalparkplan. Sie ist wichtig, um die Waldentwicklung im Nationalpark beurteilen zu können. Mit dieser Erstaufnahme wird der aktuelle Waldzustand quantitativ beschrieben und dokumentiert – sowohl in der Naturdynamikzone, d.h. der Kernzone, wo kein menschlicher Eingriff mehr erfolgt, als auch in der Naturentwicklungszone, wo der Mensch noch aktiv

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Der Borkenkäfer macht keine Sommerferien

borkenkaeferfalle

Nationalpark-Revierleiter Martin Bollmann mit der neuen Borkenkäfer-Schlitzfalle im Einsatz. Foto: Nationalpark Harz.

Wernigerode – Braunlage-Oderhaus. In den letzten Tagen hat sich auch im Nationalpark Harz an Fichten sog. „Stehendbefall“ durch den Fichtenborkenkäfer gezeigt, d.h. scheinbar gesunde und grüne Bäume werden vom Borkenkäfer befallen. Das ist allerdings für diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches.

Der oft kalte und sehr trockene Frühling und der sich ähnlich zeigende Frühsommer haben dafür gesorgt, dass der erste Anflug der Käfer später erfolgte als in den Vorjahren. Es zeichnete sich aber bereits 2014 ab, dass die Käferpopulation im Ansteigen ist und der Käferflug in Teilen recht intensiv war.

Für den Nationalpark Harz bedeutet das, dass sich die Entwicklungen in der Naturdynamikzone (Kernzone) in den Fichtenwäldern der Hochlagen beschleunigen, wo keine menschlichen Eingriffe außer Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht mehr erfolgen.

Dadurch sind spannende Entwicklungen erkennbar, denn tote Bäume sind nicht gleichbedeutend mit totem Wald. Am Waldboden regt sich vielfältiges Leben

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Verkehrssicherungsarbeiten des Nationalparks Harz – Wanderbaustelle mit Ampelregelung an der Brockenstraße

Borkenkaefer Brockenstraße

Verkehrsgefährdende Bäume an der Brockenstraße werden gefällt. Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode. Ab dem 22. September 2014 werden an der Brockenstraße Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherung durchgeführt. Notwendig wurde dies auf Grund der Entwicklung des Borkenkäfergeschehens in diesem Jahr insbesondere im Bereich des Brockenbetts und des Einstiegs zum Eckerlochstieg. Hier reichen die vom Borkenkäfer befallenen Bäume bis an die Brockenstraße heran. Es ist deshalb notwendig, diese Bäume im Gefahrenbereich für die Straße zu fällen. Die betroffenen Bereiche befinden sich in der Naturdynamikzone des Nationalparks Harz, deshalb verbleibt dieses Holz im Wald und wird nicht aufgearbeitet.

Auch am Urwaldstieg sind wegen der fortschreitenden Dynamik der Waldentwicklung Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherung notwendig, die ebenfalls in diesem Zeitraum stattfinden werden. Gerade hier wird die Entwicklung vom Fichtenforst zum Fichtenwald, der in dieser Höhenlage die natürliche Waldgesellschaft bildet, deutlich.

Die Arbeiten werden in Form einer Wanderbaustelle mit Ampelregelung vorgenommen. Bitte beachten Sie im Interesse

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Aktuelles zur Borkenkäfersituation im Nationalpark Harz

Borkenkäferbefall

Durch Borkenkäfer abgestorbene Bäume sind aufgrund ihrer braunen Farbe gut zu erkennen. Frisch befallene Bäume sind jedoch noch grün und oft nur für die Fachleute zu erkennen. Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode. In den letzten Tagen hat sich witterungsbedingt auch im Nationalpark Harz an Fichten Stehendbefall durch den Fichtenborkenkäfer, auch Buchdrucker genannt, bemerkbar gemacht. Der milde Winter und das zeitige Frühjahr haben dazu beigetragen, dass viele Borkenkäfer überwintern konnten und ca. 14 Tage eher ausgeflogen sind als im Durchschnitt der letzten Jahre.

Eine Besonderheit dieses Jahres ist der schwankende Witterungsverlauf. Wärmeperioden und kältere Tage folgen im raschen Wechsel, begleitet von mehr oder weniger intensiven Regenfällen. Damit wird der Zeitraum des Fluges verzögert, denn viel Regen im Frühjahr und Frühsommer verbessert die Wasserversorgung der Fichten, so dass sie mehr als in trockenen Jahren in der Lage sind, anfliegende Borkenkäfer durch Harzen abzuwehren. In den befallenen Bäumen sind neben Jungkäfern auch alle anderen

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Erläuterung der verschiedenen Bereiche im Nationalpark Harz

Im Nationalpark Harz gibt es folgende Gebietsgliederungen:

Naturdynamikzone (Kernzone): Hier darf sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln und der Mensch greift nicht mehr ein. Eine Borkenkäferbekämpfung wird nicht durchgeführt. Die Sicherheit geht jedoch vor – Ausnahmen sind daher die hier vorzustellenden Verkehrssicherungsmaßnahmen an öffentlichen Straßen und Plätzen.

Naturentwicklungszone: Hier werden noch Maßnahmen zur Entwicklung der weiteren Naturnähe im Nationalpark durchgeführt. Das können u. a. Maßnahmen der Laubholzförderung, der Stabilisierung von Fichtenbeständen, aber auch Pflanzungen von heimischen Laubhölzern sein. Die Bekämpfung des Borkenkäfers erfolgt abgestuft.

Außerdem ist im gesamten Nationalpark ein Streifen von 500 m Breite entlang seiner Außengrenzen, immerhin 157 km, ausgewiesen, in dem der Borkenkäfer zum Schutz der benachbarten Wirtschaftswälder konsequent bekämpft wird.

Aus einer Presse-Information des Nationalparks Harz

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