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Die gesellschaftspolitische Dimension des Krimis – Mordsharz in Bad Lauterberg mit Liliane Skalecki, Biggi Rist, Zoë Beck und Volker Kutscher

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Lesung beim Mordsharz-Festival in Bad Lauterberg / Foto: Veranstalter

Volker Kutscher ist der derzeit vielleicht interessanteste deutschsprachige Krimiautor. Seine in den 1930er Jahren spielenden Krimis drehen sich nicht nur um Kommissar Gereon Rath, sondern auch um die damaligen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Berlin und im Land, die Kutscher erfreulich unaufgeregt und ohne den Blick des danach Geborenen erzählt.

Somit war seine Lesung aus „Lunapark“ definitiv einer der Höhepunkte des Mordsharz-Festivals, dass sie auch noch im Anschluss an Zoë Becks ebenfalls recht politischen Krimi „Die Lieferantin“ stattfand, machte beide umso eindringlicher. „Ich will nicht sagen: Geschichte wiederholt sich’, denn das ist zu einfach“, stellte Kutscher schließlich im Talk fest, „aber ich denke, wir leben in Zeiten, in denen die Welt wieder deutlich unruhiger wird und in der Gesellschaften gespalten werden.“

Dieser letzte Festivalabend in Bad Lauterberg zeigte deutlich, welche gesellschaftliche Dimension Krimi haben kann, die Kunst vielleicht haben muss.

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Preisgekrönte Krimis, Mystik und viel Humor – Mordsharz in Wernigerode mit Alex Beer, Andreas Gruber, Kathrin R. Hotowetz und Brigandu

Mordsharz-Festival in Wernigerode

Mordsharz-Festival in Wernigerode / Foto: Veranstalter

Vor wenigen Tagen wurde die Autorin Alex Beer mit dem Leo-Perutz-Preis der Stadt Wien und des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels ausgezeichnet. Bei Mordsharz in Wernigerode erklärte sie am Freitag, warum sie den Preis erhalten hat. In der Jury nämlich saß kein geringerer als ihr Landsmann und Bestsellerautor Andreas Gruber, der an diesem Abend ebenfalls bei Mordsharz zu Gast war. „Und da hat sich der Andreas Gruber bestimmt gedacht: ‘Oh, Scheiße, ich muss mit der Alten im Zug sitzen, besser die bekommt den Preis.’“

Diese Art von Humor zog sich auch durch ihre Lesung aus „Der zweite Reiter“, obwohl das Buch in Wien kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs spielt. Zu jener Zeit ist die Stadt so ganz anders als sie sich heute präsentiert, Schmugglerbanden und Morde sind an der Tagesordnung und den Menschen ist beinahe alles recht, um irgendwie zu überleben. Doch in

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Am Ende wurde es blutig – Mordsharz in Goslar mit Tatjana Kruse, Sven Stricker und Bernhard Aichner

Christoph Lampert, Susanne Kinne und Roland Lange freuten sich über ausverkaufte Lesungen

Christoph Lampert, Susanne Kinne und Roland Lange freuten sich über ausverkaufte Lesungen. / Foto: Veranstalter

Es fing harmlos an. Mit zwei netten älteren Damen, die eine kleine Pension betreiben. Dass plötzlich eine Leiche vor der Tür liegt, trübt die Idylle ein wenig, doch insgesamt ging es in der Lesung von Tatjana Kruse aus ihrem Krimi „Der Gärtner war’s nicht“ heiter bis skurril zu. Dementsprechend gut gelaunt war das Publikum in der Kaiserpfalz am zweiten Tag des Mordsharz-Festivals in Goslar.

Allerdings machte die Autorin ihren Zuhörern schnell klar, dass die im Grunde gar nicht zu ihrer Zielgruppe gehören, denn ihr Verlag geht dabei eher von Damen über 50 aus. „Es ist eben auch ein Buch übers Älterwerden“, erläuterte Kruse, da gebe es ja zwei Wege, den der Verbitterung und einen von Humor geprägten. Genau diese beiden Wege verkörpern ihre beiden schnüffelnden Wirtinnen. Zudem kommen im Buch aber auch ein Nackkater,

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Zwei Deutschlandpremieren und ein James Bond – Internationaler Mordsharz-Auftakt im Schloss Wernigerode

Dietmar Wunder

Dietmar Wunder / Foto: Veranstalter

Die Schwedin Emelie Schepp und die Isländerin Yrsa Sigurdardóttir sorgten am Mittwoch in der Kapelle des Schlosses Wernigerode für einen internationalen Auftakt des diesjährigen Mordsharz-Festivals. Beide sind in ihrer jeweiligen Heimat Bestsellerautorinnen, doch da weder Schwedisch noch Isländisch im Harz weit verbreitet ist, lasen sie jeweils nur den Prolog ihrer aktuellen Thriller.

Den Hauptteil der Lesung übernahm für Emelie Schepps „Engelsschuld“ die Schauspielerin Julia Nachtmann, die bereits vor zwei Jahren in Goslar zu Gast war und gerne erneut zum Harzer Krimifestival kam. Aus „Sog“ von Yrsa Sigurdardóttir las kein geringerer als Dietmar Wunder, die deutsche Stimme von James Bond und ebenfalls ein Mordsharz-Wiederholungstäter.

Doch nicht nur die Stimmen der beiden bekannten Hörbuchsprecher und ihre Fähigkeit, Figuren zum Leben zu erwecken, begeisterten das Publikum. Auch beide Bücher – beides Deutschlandpremieren und im Falle von Yrsa Sigurdardóttir sogar die einzige Lesung in Detuschland – haben

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Team vom Mordsharz-Krimifestival zu Gast in der Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

mordsharz-ndr1

Das Mordsharz-Team zu Gast in der Plattenkiste: v.l. Michael Thürnau, Christoph Lampert, Roland Lange und Chris Dolle / Foto: NDR

Team vom Mordsharz-Krimifestival aus Bad Lauterberg, Goslar und Wernigerode gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 6. September zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Christoph Lampert, Roland Lange und Chris Dolle mit Moderator Michael Thürnau über die Arbeit des fünfköpfigen Teams, das das Mordsharz-Krimifestival vom 13. bis zum 16. September im Harz vorbereitet.

Renommierte Autoren lesen Krimis “live” – einer von ihnen ist Roland Lange. Als sein erster Harzer Regionalkrimi 2010 erschien, kam ihm die Idee, den Harz und den Krimi präsenter zu machen. Damals gab es eine Landkarte der Krimifestivals – und der Harz war ein “weißer Fleck”. Er gewann eine Buchhändlerin aus Bad Lauterberg für seine Idee “Mordsharz-Krimifestival”. Gemeinsam mit Christoph Lampert

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Interview mit der Mordsharz-Autorin Tatjana Kruse

Tatjana Kruse Mordsharz

Tatjana Kruse bei ihrem ersten Besuch bei Mordsharz. / Foto: Veranstalter

Tatjana Kruse ist eine der Wiederholungstäterinnen bei Mordsharz, weil sie bei ihrem letzten Besuch im Harz mit einer brüllend komischen Lesung überzeugte und jetzt ein vielversprechendes neues Buch mit zwei skurrilen neuen Ermittlerinnen herausgebracht hat. Warum und überhaupt und vieles mehr erzählt sie im Interview mit Christian Dolle.

„Man wird immer schrulliger, bis man irgendwann gar nicht mehr unter Leute kann“ Interview mit Mordsharz-Wiederholungstäterin Tatjana Kruse

Tatjana Kruse war schon einmal bei Mordsharz zu Gast. Damals hatte ihre Lesung viel mit Stand-up-Comedy gemeinsam und brachte den Saal zum Gröhlen. Wer ihren aktuellen Krimi „Der Gärtner war’s nicht“ gelesen hat, der ahnt, dass es diesmal ebenso enden könnte. Daher führten wir vorab noch ein völlig seriöses Interview mit der „freilaufenden Krimiautorin“.

Es heißt, Leute zum Lachen zu bringen sei ungleich schwerer als zum Weinen. Du schreibst seit vielen Jahren

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Nicht gedacht, dass es so groß wird – Interview mit Roland Lange zum Mordsharz-Festival

Roland Lange beim Interview

Roland Lange beim Interview / Foto: Veranstalter

Beim Mordsharz-Festival vom 13. bis 16. September in Wernigerode, Goslar und Bad Lauterberg sind in diesem Jahr einige „Wiederholungstäter“ vertreten. Darunter verstehen die Organisatoren jene Autoren, die schon einmal beim Krimifestival im Harz waren und die sie teils auf eigenen Wunsch sowie aufgrund vieler Anfragen aus dem Publikum gerne noch einmal hier begrüßen wollen.

Wer überhaupt zu Mordsharz eingeladen wird, darüber entscheidet das Team, das der Krimiautor Roland Lange vor sieben Jahren zusammentrommelte. Wie es überhaupt dazu kam und was die ursprüngliche Idee zum Festival war, erzählt er jetzt in einem Interview. Im Gespräch im Innenhof des Schlosses Wernigerode berichtet er unter anderem von einer Autofahrt mit „Wiederholungstäter“ Andreas Gruber, aus der zwischen beiden Autoren eine Freundschaft entstand, und spricht auch über den touristischen Effekt von Mordsharz, das durchaus auch Menschen in den Harz holt, die sonst eher einen Bogen darum machten.

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Harzer Kultur muss zusammenwachsen – Kathrin R. Hotowetz auf der Waldbühne Benneckenstein und bei Mordsharz

Die Waldbühne bietet besondere Atmosphäre

Die Waldbühne bietet besondere Atmosphäre / Foto: Veranstalter

Den Organisatoren des Mordsharz-Festivals war es von Beginn an wichtig, ein Literaturevent für den gesamten Harz auf die Beine zu stellen. Weil Literatur nun einmal grenzenlos ist und weil der Harz endlich zu einer Kulturregion zusammenwachsen muss. Letzteres ist auch der Grund, warum der Goslarer Bürgermeister Oliver Junk im vergangenen Jahr Kulturschaffende aus allen fünf Landkreisen und den drei Bundesländern zu einer Konferenz in den Rammelsberg einlud.

Jetzt traf sich dieses Gremium erneut, um einmal zu sehen, ob aus dem Kennenlernen bereits erste Netzwerke entstanden sind. In Goslar war Christoph Lampert einer der wenigen gewesen, die mit Mordsharz ein Festival organisieren, das über Landesgrenzen hinausgeht. Dennoch kennt auch er die Probleme, die viele andere schilderten, dass kulturelle Veranstaltungen, wenn überhaupt, nur von der eigenen Landesregierung gefördert und oft auch von den Medien nur im eigenen Landkreis beworben werden.

Besonders schwer

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Spannung und Humor vor traumhafter Kulisse – Volles Programm beim siebten Mordsharz-Festival

Roland Lange, Susanne Kinne, Christoph Lampert, Andreas Sack

Roland Lange, Susanne Kinne, Christoph Lampert, Andreas Sack / Foto: Veranstalter

Eine Schwedin und eine Isländerin eröffnen das siebte Mordsharz-Festival. Am Mittwoch, 13. September wird Emelie Schepp um 18 Uhr auf dem Schloss Wernigerode aus „Engelsschuld“ lesen und anschließend um 19.30 Uhr Yrsa Sigurdardόttir aus „Sog“. Übersetzt werden sie von den bekannten deutschen Sprechern Julia Nachtmann bzw. Dietmar Wunder. Beide Lesungen der Eröffnungsgala sind Deutschlandpremieren, was deutlich zeigt, wie sich das Harzer Krimifestival in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Große Namen konnten im Harz begrüßt werden und viele der Autoren kommen gerne wieder. So sind auch in diesem Jahr einige „Wiederholungstäter“ dabei, so beispielsweise Tatjana Kruse, die am Donnerstag, 14. September um 18 Uhr im Wintersaal der Goslarer Kaiserpfalz aus „Der Gärtner war’s nicht“ lesen wird. Ihr folgt um 19.30 Uhr Sven Stricker mit seiner Lesung aus „Sörensen hat Angst“ und anschließend um 21 Uhr der Österreicher Bernhard Aichner

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Erst- und Wiederholungstäter bei Mordsharz – Große Namen und Deutschlandpremieren beim diesjährigen Harzer Krimifestival

Mordsharz-Team

Entgegen des ersten Eindrucks hat das Mordsharz-Team hart gearbeitet, um ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. / Foto: Veranstalter

Ein Literaturfestival für den gesamten Harz, einige der besten Krimiautoren aus dem In- und Ausland und Lesungen mit Eventcharakter. Das sind die Ansprüche der Mordsharz-Organisatoren und das ist es auch, wofür das Krimifestival in den vergangenen Jahren von vielen Fans gelobt wurde. Noch dazu soll alles diese persönliche und heimelige, eben typische Harzer Atmosphäre behalten, auch Mordsharz 2017, das vom 13. bis 16. September stattfindet.

Für Autor Roland Lange, Brockenhaus-Geschäftsführer Christoph Lampert, Buchhändlerin Susanne Kinne und Techniker Andreas Sack wird es immer schwerer, ein noch spannenderes Programm als im Vorjahr auf die Beine zu stellen. Nun bekommt man eben auch nicht jedes Jahr einen Arne Dahl, doch der schwedische Superstar war auch längst nicht der einzige, der den Besuchern wie den Veranstaltern im Gedächtnis geblieben ist. „Wir wollten in

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Der Harz hat mehr zu bieten als die Polizei erlaubt – Mordsharz-Finale in Bad Lauterberg mit den drei ???, Krischan Koch, Rüdiger A. Glässer, Vincent Kliesch und Andreas Föhr

mordsharz-team

Roland Lange, Susanne Kinne und Christoph Lampert sind der Kern des Mordsharz-Teams. / Foto: Veranstalter

Zum ersten Mal gab es eine Leiche auf der Mordsharz-Bühne zum ersten Mal eine Prügelei und zum ersten Mal wurde die Horrorgeschichte eines Zwölfjährigen vorgelesen. Im Bad Lauterberger Kursaal fand das diesjährige Krimifestival seinen würdigen Abschluss, denn würdig bedeutet bei Mordsharz vor allem ungewöhnlich, abwechslungsreich und einzigartig.

Den Anfang an diesem Tag machten noch einmal die drei ???, genauer gesagt Christoph Lampert und Jörg Klinkenberg. Mit ihrer vertonten Lesung und ganz insbesondere einer gestellten und mit zu knackenden Knochen passenden Geräuschen untermalten Prügelszene wussten der Autor und der Geräuschemacher diesmal auffallend viele erwachsene Zuhörer zu begeistern. Das mag daran liegen, dass es für gute Geschichten und hervorragend gemachte Bühnenshows eben keine Altersgrenze gibt.

Das gilt offenbar auch für die Arbeit bei einer Telefonhotline, von der Krischan Koch in seinem Nordfrieslandkrimi „Dreimal tote Tante“

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Drei Krimis, drei Lesungen, drei Stimmungen – Anna Grue, James Carol, Eric Berg und Dietmar Wunder bei Mordsharz in Goslar

eric berg

Bei Eric Berg wurde es humorvoll. / Foto: Veranstalter

Er hat es gesagt, er hat es wirklich gesagt. Dietmar Wunder war zu Gast bei Mordsharz und zitierte auf besonderen Wunsch natürlich auch den wohl berühmtesten Satz seiner Karriere: „Mein Name ist Bond… James Bond.“ Eigentlich war die deutsche Stimme von Daniel Craig allerdings in Goslar, um dort aus den Büchern von Anna Grue und James Carol zu lesen, deren Hörbücher er auch spricht. Auch das machte der Synchronsprecher und -regisseur mit Bravour.

Das lag natürlich auch an den hervorragenden literarischen Vorlagen, zwei echte Perlen des europäischen Krimis, einer aus Großbritannien und einer aus Dänemark. James Carols Thriller „Prey“ beginnt mit einer Szene in einem Diner, bei dem der Profiler Jefferson Winter Zeuge eines scheinbar völlig grundlosen brutalen Mordes wird.

Dabei ist James Carol gar nicht so böse, wie seine Bücher den Anschein haben. Eigentlich wollte er immer Rockstar

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Arne Dahl und Peter Lontzek sorgten für einen gelungenen Mordsharz-Auftakt

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Arne Dahl (rechts) und Peter Lontzek sorgten für einen großartigen Festivalauftakt / Foto: Veranstalter

Durch Henning Mankell ist der Bestsellerautor Arne Dahl überhaupt erst zum Krimi gekommen. Genauer gesagt durch dessen literarische Qualität. „Ich habe ‘Mörder ohne Gesicht’ gelesen und gelernt: Krimis müssen nicht Scheißliteratur sein“, erzählte der Schwede, der heute selbst weltweit ein Star der Literaturszene ist, beim Mordsharz-Auftakt in Wernigerode.

Seine eigenen schriftstellerischen Qualitäten stellte er allerdings nicht allein, sondern gemeinsam mit dem Hörbuchsprecher seines aktuellen Buches „Sieben minus eins“, Peter Lontzek unter Beweis. Nachdem Dahl das erste Kapitel auf Schwedisch gelesen hatte, machte Lontzek nahtlos mit dem zweiten auf Deutsch weiter und katapultierte die Zuhörer direkt in einen Polizeieinsatz in einem leerstehenden Haus.

Geradezu bildlich konnte das Publikum vor sich sehen, wie Sam Berger und sein Team die versteckten Kellerräume unter dem Haus entdeckten und dann auf ein ebenso schreckliches wie rätselhaftes Verbrechen stoßen. Als

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Harzer Realismus trifft auf indische Mythologie – Rüdiger Glässer liest am Samstag bei Mordsharz aus seinem neuen Harzkrimi „Feuerfalke“

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Am Samstag liest Rüdiger Glässer aus Feuerfalke / Foto: Veranstalter

Bereits vor der Veröffentlichung sorgte Rüdiger A. Glässers neuer Krimi „Feuerfalke“ für Aufregung. Fast zwei Jahre ist es her, dass der in Bad Sachsa lebende Autor, Lehrer und promovierte Klimatologe sein Manuskript an seinen damaligen Verlag schickte (wir berichteten in der damaligen Druckausgabe unter dem Titel „Am Ende setzt sich immer die Lektorin durch“). Dort blieb der Krimi erst einmal liegen, wurde angeblich aus Zeitmangel nicht lektoriert und ein Veröffentlichungstermin immer wieder verschoben. Laut Verlagsleiterin Heike Gerdes war es allerdings Glässer, der sich weigerte sein Manuskript noch einmal grundlegend zu überarbeiten. „Mir war es inhaltlich und sprachlich einfach nicht gut genug“, sagte sie jetzt gegenüber dem Eseltreiber.

Jetzt ist „Feuerfalke“ im Verlag von Helmut Exner erschienen und jeder kann selbst überprüfen, ob das Buch die inzwischen hohen Ansprüche an den Harzkrimi erfüllen kann. Zugegeben, mit über fünfhundert Seiten ist

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Filigrane Sprache vor düsterem Hintergrund – Alexandra Kuis „Rabenseele“ ist ein Geheimtipp in der Krimiszene und am Freitag bei Mordsharz

rabenseele

Am Freitag liest Alexandra Kui aus Rabenseele / Foto: Veranstalter

Wenn das ganze Leben zerbricht, wenn es keine Perspektiven mehr bietet, dann breitet sich unendliche Dunkelheit in der Seele aus. Diese führt oft zu unkontrollierbarer Aggression, aber manchmal auch zu lähmender Duldsamkeit, die jedes andere Gefühl auffrisst. Was bleibt dann am Ende von einem Menschen übrig, der seine Zukunft verbaut und seine Gegenwart hat bedeutungslos werden lassen? Nichts als der quälende Blick in den Abgrund der Vergangenheit.

„Rabenseele“ von Alexandra Kui lässt sich nicht ohne weiteres als Krimi einordnen. Zwar dreht sich die Geschichte um einen Mord, doch der Roman bricht mit den gängigen Mustern, taucht ab in die Gefühlswelt der Hauptfigur. Nicht bestechende Logik wird hier zelebriert, sondern Verzweiflung und Ausweglosigkeit dargestellt, die unerträgliche Beklemmung zwischen Schuld und Rechtfertigung beschrieben.

Lua hat ihren Mann erschossen. In dem ruhigen Tal im Harz griff sie nach einem Streit sein

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Geräusche aus Rocky Beach – Die drei ???-Lesung mit Live-Sound beim Mordsharz-Festival

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Jugendbuchautor Christoph Dittert / Foto: Veranstalter

Die drei ??? sind die erfolgreichste Hörspielproduktion der Welt. Das liegt zum einen an den bis heute spannenden Fällen um Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, aber auch an der liebevollen Vertonung, bei der vieles noch handgemacht ist. Wie genau das funktioniert konnten kleine und große Fans der drei Detektive im vergangenen Jahr beim Mordsharz-Festival erleben.

Der Jugendbuchautor Christoph Dittert und der professionelle Geräuschemacher Jörg Klinkenberg waren zu Gast und brachten gemeinsam sozusagen ein Live-Hörspiel auf die Bühne. Das kam nicht nur beim Publikum gut an, sondern machte auch den beiden so viel Spaß, dass sie sich für dieses Jahr gleich wieder verpflichten ließen. So sind Dittert und Klinkenberg am Freitag in Wernigerode und am Samstag in Bad Lauterberg auch diesmal wieder bei Mordsharz dabei.

Christoph Dittert wird dann einige Passagen aus „Der gefiederte Schrecken“ lesen und Jörg Klinkenberg synchron dazu

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Drei plus Eins – Arne Dahl liest beim diesjährigen Mordsharz-Festival

Arne Dahl - Sieben minus eins

Arne Dahl – Sieben minus Eins / Foto: Veranstalter

Mit der Zusage von Arne Dahl hatte das Mordsharz-Team selbst kaum gerechnet. Immerhin ist der schwedische Autor einer der Stars der internationalen Krimiszene und sein neues Buch „Sieben minus eins“, das im September erscheint, wird mit Spannung erwartet. Doch Dahl will beim kleinen Literaturfestival im Harz mit dabei sein und sorgte damit selbst für einen nervenaufreibenden Krimi.

Er könne nur am Mittwoch, 14. September, kommen, hieß es seitens seines Managements. Allerdings war das diesjährige Mordsharz schon auf den 15. bis 17. September, also Donnerstag bis Samstag terminiert. Christoph Lampert, Roland Lange und Susanne Kinne setzten sich zusammen, diskutierten und kamen schon bald zu einem Ergebnis: Ein Superstar wie Arne Dahl hat auch einen zusätzlichen Veranstaltungstag verdient.

So wurden aus den traditionellen drei Tagen Mordsharz diesmal vier und wo die Veranstalter ohnehin schon beim Klotzen statt Kleckern waren, entschieden sie

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Aus einer kleinen Idee wurde ein großes Festival – Mordsharz 2016 mit internationalen Gästen und der Stimme von James Bond

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Von Christoph Lampert und Roland Lange bekam Susanne Kinne eine Torte zum Jubiläum ihrer Buchhandlung / Foto: Veranstalter

Die ursprüngliche Idee zum Mordsharz-Festival entstand in der kleinen Buchhandlung Moller in Bad Lauterberg. Somit war es für die Roland Lange und Christoph Lampert selbstverständlich, ihrer Mitorganisatorin Susanne Kinne zum 125-jährigen Bestehen der Buchhandlung eine große Mordsharz-Torte zu schenken. Die wurde von der Konditorei Schnibbe gefertigt und beim Jubiläum dann bei strahlendem Sonnenschein direkt vor der Tür unter den treuen Kunden, zu denen auch viele Mordsharz-Besucher zählen, verteilt.

„Manchmal fühlt es sich fast irreal an, wenn ich sehe, was aus dieser kleinen Idee eines Harzer Krimifestivals geworden ist“, sagt Roland Lange. Ursprünglich ging es ihm darum, den Trend regionaler Krimis zu nutzen, die Autoren zu vernetzen und dem Publikum gemeinsam etwas zu bieten. Inzwischen ist das Konzept der Kombination aus Harzkrimi und prominenteren Kollegen aus ganz Deutschland gewachsen und geht nicht

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Geheime Pläne – Die ersten Autoren für Mordsharz 2016 stehen bereits fest

mordsharz

Die tollen Locations wird Techniker Andreas Sack auch in diesem Jahr im besten Licht erstrahlen lassen. / Foto: Veranstalter

Fünf Menschen sitzen in einem schummrig beleuchteten Restaurant im Harz an einem Tisch in einer für andere Besucher kaum einsehbaren Nische. Sie stecken die Köpfe zusammen, sprechen auffallend leise. Wortfetzen wie „Verbrechen“, „Täter“ und „Mord“ werden einander zugeraunt, oft gibt es Bestätigungen der jeweils anderen, manchmal auch heftigen Widerspruch. Für jeden, der sie beobachten könnte, würde klar, hier wird etwas Großes geplant, etwas, von dem noch niemand außer ihnen etwas wissen darf.

Das Verbrechen schläft nie. Und anscheinend auch die Organisatoren des Mordsharz-Festivals nicht. Zumindest haben Susanne Kinne, Christoph Lampert, Roland Lange, Andreas Sack und Christian Dolle sich an den wenn schon nicht besonders kalten so doch immerhin dunklen Winterabenden durch etliche Krimis gelesen, um bereits jetzt das diesjährige Krimifestival vom 15. bis 17. September in Goslar, Wernigerode und Bad Lauterberg

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Mordsharz-Festival: Krönender Abschluss in der Kaiserpfalz

Mordsharz-Festival

Am Samstag fand das Krimifestival in Goslar statt. / Foto: Veranstalter

Mordsharz wurde mehrsprachig – Max Bentow, Jenny Rogneby und Nicole Neubauer lasen in Goslar International und mit einer Deutschlandpremiere präsentierte sich das Mordsharz-Festival am Samstag in der Kaiserpfalz in Goslar. Die in Äthiopien geborene und in Schweden aufgewachsene Jenny Rogneby stellte ihren Bestseller „Leona – Die Würfel sind gefallen“ vor und war die Autorin mit der längsten Anreise, aber auch dem wenigsten Text in der fünfjährigen Geschichte des Krimifestivals.

Rogneby las den Prolog ihres ersten Romans auf Schwedisch, dann jedoch übernahm die Schauspielerin und Hörbuchsprecherin Julia Nachtmann, da skandinavische Sprachen im Harz nun einmal nicht so verbreitet sind. Nachtmann war dabei keinesfalls eine Art Zugeständnis an die Internationalität, sondern wusste ihre geschulte Stimme einzusetzen, um der ungewöhnlichen Geschichte, die mit dem von einem siebenjährigen Mädchen begangenen Bankraub beginnt, noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Jenny Rogneby kam anschließend

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