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Die Zeit für die Erhaltung der Grundschulen im ländlichen Raum von Sachsen-Anhalt läuft ab

Schulschließung

Nach der Schließung droht der Verfall – nicht nur der des Schulgebäudes

Weite Wege schon für die Kleinsten auf Grund von Schulschließungen machen Sachsen-Anhalt immer mehr zum „Land der Frühaufsteher“. Jeder Ort sollte zumindest über eine Grundschule verfügen. Was seit der Einführung der Schulpflicht als ganz normal und natürlich galt, ist derzeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Im Harzgebiet wurden in der letzten Zeit bereits mehrere Grundschulen geschlossen, so z. B. in Bad Suderode und in Obersdorf (bei Sangerhausen).

Vielen weiteren Standorten im Unter- und Mittelharz sowie im umgebenden Harzvorland droht bei der Umsetzung der aktuellen Planungen innerhalb weniger Jahre ebenfalls die Schließung. Der Ostharz wird dadurch in vielen Gegenden zur „bildungsfreien Zone“. Lediglich die Grundschule in Harzgerode bleibt als möglicherweise einzige im weiten Umkreis auch in Zukunft bestehen. Vor allem in der kalten Jahreszeit werden dann lange und gefährliche Anfahrtswege über vereiste Gebirgsstraßen zu nächtlicher Stunde zum Alltag

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Erst stirbt die Schule, dann der Ort

Die Online-Petition „Sachsen-Anhalt: Stoppt Grundschul-Schließungen! – Fördert Landschulen!“ steht seit dem 22. Mai in Zeichnung (harznews.de berichtete). Trotz des überaus bedeutsamen Themas liegt das anvisierte Ziel von 50.000 Mitzeichnern derzeit in noch recht weiter Ferne.

Möglicherweise ist vielen Menschen die Brisanz der gesetzlich verordneten und unmittelbar bevorstehenden Grundschul-Schließungen nicht bewußt. Schulen sind ein wichtiger Bestandteil der dörflichen Infrastruktur. Eine derartige Bildungseinrichtung im Ort stärkt somit das Gemeinwesen. Kurze Wege sind außerdem ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Doch diese Themen werden von den Meinungsführern meist nur dann kommuniziert, wenn sie politisch opportun sind. In diesem Fall sind sie es wohl eher nicht.

Ob auch Ihr Wohnort von den geplanten Schulschließungen betroffen ist, können Sie auf der Webseite des „Aktionsbündnisses Grundschulen vor Ort!!“ in Erfahrung bringen. Stellen Sie sich vor, die Schule in ihrem Ort hätte bereits für immer ihre Tore geschlossen. Wäre Ihr Wohnort dann attraktiver

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Online-Petition fordert ein Ende der Grundschul-Schließungen und eine Förderung der Landschulen in Sachsen-Anhalt

Schon seit einigen Jahren läßt sich länderübergreifend ein besorgniserregender Trend hin zu wenigen, aber großen Schulen erkennen. Diese Entwicklung ist politisch so gewollt, ebenso wie die meist zuvor erfolgte Zwangseingemeindung der betroffenen Siedlungen. Die Schließung kleiner „Dorfschulen“ bedeutet inzwischen, daß es oftmals nicht einmal mehr eine Grundschule im Ort gibt. Darum müssen bereits die kleinsten Schüler zum Unterricht in benachbarte Städte oder größere Dörfer fahren. Es darf bezweifelt werden, ob dies dem kindlichen Lernen förderlich ist.

Von Schulschließungen sind viele kleine Orte auf dem Land betroffen – nicht nur in der Harzregion. Betroffene sollten dieser Entwicklung aber nicht tatenlos zusehen. Eine sanfte und basisdemokratische Möglichkeit besteht in einer Petition an die Regierenden, um den Trend dort umzukehren, wo er ausgelöst wurde. Derzeit läuft eine Online-Petition mit dem Titel „Sachsen-Anhalt: Stoppt Grundschul-Schließungen! – Fördert Landschulen!

Die Petition wendet sich direkt an den Landtag von Sachsen-Anhalt mit

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