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Gipsabbau im Südharz stoppen – BUND Thüringen fordert: Keine weiteren Vorrangflächen zur Rohstoffsicherung

Erfurt/ Sondershausen. Mit einer Protestaktion forderte der BUND Thüringen die Mitglieder der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen am Donnerstag (24. Mai) auf, keine weiteren Vorranggebiete für Gipsabbau im Südharz auszuweisen. Anlass bot eine nicht-öffentliche Anhörung der Gipsindustrie vor dem Gremium.

„Die Industrie hat sich im Südharz bereits Naturgips-Vorräte für Jahrzehnte gesichert“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Deshalb besteht gar kein Bedarf für weitere Abbaugenehmigungen. Auch Erweiterungen bestehender Abbaugebiete sind vor diesem Hintergrund nicht notwendig.“

Die Beantragung weiterer Vorrangflächen zur Abbausicherung verdeutlicht aus Sicht von Vogel nur das Versäumnis der Industrie, nach Alternativen zum Naturgips zu suchen. „Die natürliche Ressource Gips im Südharz ist endlich. Das scheint langsam auch bei der Industrie angekommen zu sein. Die Lösung kann hier aber nicht die völlige Ausbeutung der landschaftlich einmaligen Südharzer Gipskarstlandschaft sein. Stattdessen sollte die Industrie zur Entwicklung von Substitutionsprodukten und dem Ausbau von Rohstoff-Recycling angehalten werden.“

Bezeichnend ist laut Vogel auch

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BUND Thüringen und BUND Niedersachsen fordern ein Ende des Gips-Raubbaus im Südharz

Gipsabbau im Harz

Gipsabbau im Harz

Erfurt/Hannover. Die BUND-Landesverbände Niedersachsen und Thüringen fordern von Land und Industrie, im Südharz endlich auf Gipsrecycling zu setzen. Anlass sind die Äußerungen des Werksleiters der Walkenrieder Saint Gobain Formula GmbH zu einer Werksbesichtigung von FDP-Abgeordneten der beiden Bundesländer.

„Die Gipsindustrie im Südharz müsste konsequent auf Baustoff-Recycling und Gipssubstitute setzen, wenn sie eine zukunftsfähige Entwicklung ihrer Standorte möchte. Stattdessen will man aber immer weiter Natur zerstören. Das ist absolut inakzeptabel“, so Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Bis heute werden durch Gipsabbau jeden Tag unwiederbringliche Teile seltenen Lebensraums zerstört. Die Tagebaue zerschneiden jetzt schon den Biotopverbund ‚Grünes Band‘. Statt Touristen anzulocken, werden diese von Baggerlärm und Staub verschreckt. Aber als Tagebauregion hat der Südharz schlechte Perspektiven“, so Hoffmann weiter.

Mit der europaweit einmaligen Gipskarstlandschaft, dem Grünen Band und den Weltkulturerbe-Stätten in einer Region hat der Südharz ein besonderes Alleinstellungsmerkmal. Dies anzuerkennen und zu schützen und mit

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