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Im Nationalpark wird wieder gepflanzt – neue Buchen für den neuen Wildniswald

Buchenpflanzung Eckertal

Nationalpark-Forstwirt Klaus-Dieter Kahn bei der Buchenpflanzung im Eckertal / Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode – Braunlage. Seit Anfang April werden in den Wäldern des Nationalparks Harz wieder Buchen gesetzt, ca. 200.000 Pflanzen sind geplant.

Insbesondere in den strukturarmen Fichtenforsten der mittleren Höhenlagen soll die Buche zurückkehren. Gerade in diesen Bereichen fehlt es an ausreichend Samenbäumen, damit sich die Buche selbst verjüngen und ausbreiten kann. Deshalb gibt der Mensch der Natur „einen Schubs“ in Richtung mehr Naturnähe. Die gepflanzten Buchen sollen die Samenbäume der kommenden Waldgenerationen werden. Es wird ein spannender Prozess eingeleitet, aus dem sich kommende Nationalparkwälder entwickeln werden.

Deutschland hat für die Buche eine besondere Verantwortung. Ca. zwei Drittel der Landfläche Deutschlands waren mit Buchenwäldern bestockt. Heute gibt es nur noch sehr wenige naturnahe Buchenwälder in Deutschland, insgesamt beträgt die Buchenwaldfläche nur noch 15 %.

Im Nationalpark Harz wären die Höhenlagen bis ca. 750 m über NHN von Natur aus

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Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz – Band 12 der Schriftenreihe erschienen

titel waldentwicklung und wildbestandsregulierung

Buchtitel „Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz“ / Foto: Nationalpark Harz

Wernigerode. Der soeben erschienene Band enthält die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung des Nationalparks Harz am 20.11.2013 im Kloster Drübeck – das Thema war „Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz“. Diese Frage wird immer wieder, oft auch sehr emotional, diskutiert.

Zunehmend fokussiert sich die Diskussion auch auf Großschutzgebiete, in denen der Prozessschutz Vorrang hat. Es wurde auf der Tagung darauf verwiesen, dass auch das Wild als Wildtier Bestandteil der Natur und schützenswert sei. Im Nationalpark Harz als Entwicklungsnationalpark wird die Wildbestandsregulierung allerdings auf absehbare Zeit unverzichtbar sein. Den Handlungsrahmen gibt der gültige Nationalparkplan Harz vor:

„Die grundsätzliche Verpflichtung, im Nationalpark „Natur Natur sein zu lassen“, stößt im Falle des Wildes auf Grenzen. Da der Nationalpark Harz nicht isoliert von seinem Umland betrachtet werden kann, die Zusammensetzung der Wildpopulationen nicht mehr natürlich ist und die Regulationsmechanismen nicht identisch mit denen der

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Harzer Nationalpark-Revierförstereien wurden umstrukturiert

Nationalpark-Revierförstereien wurden umstrukturiert Wernigerode. Die Fläche des Nationalparks war bislang in 14 Revierförstereien unterteilt. Da insbesondere die Waldentwicklung voranschreitet und somit in vielen Waldflächen keine Arbeiten mehr nötig sind, wurde die Anzahl der Nationalpark-Reviere auf 12 reduziert. Die Reviere Jagdhaus (bei Lonau) und Königskrug (bei Braunlage) wurden aufgelöst und die Flächen auf die verbleibenden Reviere aufgeteilt.

Diese Umstrukturierung geht auf die Forderung der Landesrechnungshöfe zurück, im Nationalpark Stellen und somit Kosten einzusparen. Dies erfolgte nun in Abstimmung mit den Ministerien sowie den zuständigen Personalräten.

Im Jahr 2013 haben zwei Kollegen ihren verdienten Ruhestand angetreten. Die jeweiligen Revierleiter, Herr Forstamtmann Rudi Eichler, Revier Jagdhaus, und Herr Forstamtmann Siegfried Richter, Revier Königskrug, waren langjährig im Nationalpark Harz tätig. Ihnen sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für die geleistete Arbeit gedankt.

Hintergrund

Aus den beiden Nationalparken Hochharz und Harz wurde im Jahre 2006 der erste länderübergreifende Nationalpark in Deutschland geschaffen. Der neue

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