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Helmut Schneider, Goslar und die Auschwitz-Vergangenheit

Gedenkstein Bassgeige

Die vom Verein Spurensuche Harzregion e.V. initiierte Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenkommandos Goslar im Stadtteil Baßgeige

Auschwitz und die Nachkriegszeit: Das Beschweigen und die Integration des IG-Farben Funktionärs aus Monowitz Helmut Schneider in die Stadtgesellschaft Goslars. Eine Veranstaltung von Spurensuche Harzregion e.V. im Anschluss des Gedenkens an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am Mi. 29. Januar 2014, 18.30 Uhr Gemeindesaal der Stephanikirche, Goslar Der 27. Januar eines jeden Jahres ist dem Gedenken der Opfer des Holocaust gewidmet. Ein wichtiger Tag aber auch, um die Tätergemeinschaft nicht zu vergessen. Für den Verein Spurensuche darüber hinaus Anlass zum Nachdenken darüber anzuregen, wie die deutsche Nachkriegsgesellschaft mit den Verbrechen, mit den Tätern, den mehr oder minder Beteiligten umgegangen ist. Gab es Scham und Schuld? Herrschte Verdrängen und Leugnen, fatalistisches Achselzucken beim Anpacken des Neuaufbaus vor? Wie ging die Nach-NS-Volksgemeinschaft mit den Ausgestoßenen und Verfolgten um, wie fanden die Bewohner

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Ein dunkles Kapitel Heimatgeschichte: Nazi-Rüstungsproduktion in der Harzregion – Neues Buch von Frank Baranowski erschienen

Die Gedenkstätte in der Schauhöhle Heimkehle

Jüngst erschien ein neues, umfangreiches Buch des Autors Frank Baranowski, das die Geschichte zahlreicher Ort im und am Harz berührt. Zu einem Zeitpunkt, als im gesamten NS-Reich Kriegsführung und -rüstung erste Zerfallserscheinungen zeigten, der bevorstehende Zusammenbruch der Fronten sich abzeichnete und gezielte Luftangriffe der Alliierten die Schaltstellen der Rüstungsindustrie massiv lähmten, gab es in quasi letzter Minute Bestrebungen, wichtige Rüstungsbetriebe namentlich der Flugzeugindustrie in den Harz und speziell die Region Südharz zu verlegen. Dies, obwohl die Region um Nordhausen bis dahin in der Rüstungspolitik keine wesentliche Rolle gespielt hatte. Mit Ausnahme der unterirdischen Munitionsanstalten, die das Heer ab 1934 in stillgelegten Kaliwerken von Bernterode bis Sondershausen eingerichtet hatte, war im Gegensatz zum angrenzenden Gau Südhannover-Braunschweig ein nennenswerter rüstungskonjunktureller Aufschwung bis Mitte 1943 ausgeblieben – allenfalls Zulieferaufträge gingen in geringem Umfang an Betriebe südöstlich des Harzes. Auch hatten sich bis zu dem Zeitpunkt

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Buchneuerscheinung: geachtet – geleugnet – geehrt. Oberst Gustav Petri, Retter von Wernigerode

Neuerscheinung: Peter Lehmann: geachtet – geleugnet – geehrt. Oberst Gustav Petri, Retter von Wernigerode

Wernigerode. Peter Lehmann gelang das, was viele nie versuchten, weil sie es offenbar gar nicht für möglich hielten – er spürte die Kriegstagebücher der Jahre 1939 – 1945 des Kaufmanns und Wehrmachtsoffiziers Gustav Petri (1888 – 1945) auf, der allgemein als „Retter von Wernigerode“ bezeichnet wird. Petri stand dem nationalsozialistischen Regime in klarer Abneigung gegenüber und unterhielt lose Beziehungen zum militärischen Widerstand. Nach Einsätzen in Russland und Frankreich wurde ihm in den letzten Kriegstagen befohlen, die Stadt Wernigerode gegen die Amerikaner zu verteidigen. Militärische Einsicht und humanistische Verantwortung veranlassten ihn jedoch, den Befehl zu verweigern, was ihm den Tod, den Wernigerödern das Leben und den Erhalt ihrer Stadt einbrachte.

Das verdienstvolle Buch von Peter Lehmann widmet sich zunächst dem Werdegang und der Persönlichkeit von Gustav Petri. In einem zweiten Teil werden die für Petri und

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Widerstand i​m KZ-Buchenwald – CD​-Vorstellung in Goslar am 13. April 2013

Haben wir alles richtig gemacht? Widerstand im KZ Buchenwald – Vorstellung der neuen Audio-CD von Bernd Langer in Goslar am 13. April 2013, 15 Uhr, Hotel „Die Tanne“, Bäringerstr. 10 Goslar. „Haben wir alles richtig gemacht?“ ist der Titel eines Interviews mit Paul Grünewald, der gemeinsam mit Karl Peix und Walter Krämer – beide wurden 1941 im Buchenwald-Außenkommando Goslar ermordet – eine Widerstandsgruppe im Krankenrevier des KZ Buchenwald bildete. Krämer wurde als „Arzt von Buchenwald“ populär – im Roman „Nackt unter Wölfen“ setzte ihm Bruno Apitz ein literarisches Denkmal.

Während nach Walter Krämer in der DDR Schulen und Straßen benannt wurden, fand Karl Peix später kaum noch Erwähnung. Dabei war er von zentraler Bedeutung für den Widerstand in Buchenwald, verstrickte sich dann aber zunehmend in Machenschaften mit der SS. Im Gespräch mit dem in Bad Lauterberg geborenen und aufgewachsenen Bernd Langer berichtet Paul Grünewald auf der CD sehr offen über

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Buchneuerscheinung „Tödlicher Alltag. Strafverteidiger im Dritten Reich“

Gernrode. Der Berliner Anwalt Dr. Dietrich Wilde berichtet von ganz gewöhnlichen Prozessen in den Jahren des 2. Weltkriegs – als Strafverteidiger im Dritten Reich. Juristischer Alltag unter der Gewaltherrschaft – das ist die Anklage gegen einen Hühnerdieb, der auf dem Schafott endet, gegen eine Wehrmachtshelferin, die eines vermuteten Kameradendiebstahls wegen in die Mühlen der Justiz gerät, oder gegen einen Jagdflieger, der 1944 nicht mehr an den “Endsieg” glaubt und dafür mit dem Leben bezahlt. Das Bestürzende und Erschütternde an den zahlreichen Berichten ist nicht so sehr der hinlänglich bekannte Fanatismus der NS-Justiz als vielmehr die ungerührte Geschäftsmäßigkeit, mit der auch zivile und militärische Gerichte bis in die letzten Tage des Krieges hinein ihre gnadenlose Routine betreiben.

Die großen politischen Prozesse des Dritten Reiches sind – vom Reichstagsbrand-Prozess bis zu den 20. Juli-Tribunalen vor dem Volksgerichtshof – in einer Fülle von Veröffentlichungen dokumentiert. Doch die kleinen Schicksale bleiben meist weithin unbekannt.

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