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Theaternatur Festival 2018 erforscht diesen Sommer FREMDE NEUE WELTEN

theaternatur2018

Theaternatur 2018 / Foto: Veranstalter

Am 26. April präsentierte der Künstlerische Leiter des THEATERNATUR Festivals, Janek Liebetruth, im Beisein von Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger und lokalen Unterstützern und Partnern, wie den frisch gewählten Bürgermeister der Stadt Oberharz am Brocken Ronald Fiebelkorn, Carola Schmidt (Harzer Tourismusverband), Jan Mohr (HarzEnergie) und Kay Rogge (Volksbank Braunlage) sowie zahlreichen interessierten Gästen im traditionsreichen Rathaus von Benneckenstein den Spielplan für die Festivalsaison 2018.

Unter dem diesjährigen Motto FREMDE NEUE WELT zeigt das Kulturrevier Harz zum vierten Mal eine gehaltvolle Mischung aus Klassikern, zeitgenössischer Dramatik, Musik, Tanz sowie Theater für junges Publikum. Liebetruth verspricht vom 03. bis 15. August 2018, also nochmals einen Tag länger als im vergangenen Jahr, wieder „spannende und anregende Theatermomente für Jedermann mit national und international bekannten Künstlern“.

„Das Festival stellt diesen Sommer den demographischen Wandel und seine Folgen in den Mittelpunkt“, sagt Liebetruth. “Das diesjährige Motto FREMDE NEUE WELT bezieht sich auf die Wahrnehmung vieler Senioren, mit dem technologischen und soziologischen Fortschritt nicht mithalten zu können und sozial an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Die Fremdheit in dieser neuen, technologiegestützten Gesellschaft wird für sie immer allgegenwärtiger,“ meint der Festivalchef weiter. Dabei werde die Bevölkerung immer älter und die Kluft zwischen den Generationen damit größer. Gerade in den ländlichen Gebieten, wie dem Harz, vollziehe sich in beängstigender Geschwindigkeit dieser Wandel. Die junge Generation sucht das Glück in den Ballungsgebieten und lässt die älteren Generationen allein in der Heimat zurück. „Mit diesem Riss wird sich das vierte THEATERNATUR auseinandersetzen. Im Idealfall soll es Impulse für Verständigung und Verständnis zwischen Alt und Jung setzen,“ führt Dramaturgin Lena Fritschle fort.

Liebetruth resümierte vor der Bekanntgabe des diesjährigen Programms noch einmal kurz das sehr erfolgreiche Festival im letzten Jahr. Mit fast 4.000 Besucher, einem Wachstum von 20% und einer schwarzen Null in den Finanzen sowie der anhaltenden guten Unterstützung durch Förderer, Sponsoren und engagierter ehrenamtlicher Helfer kann man positiv in die Zukunft schauen. Ausdrücklich dankte der gebürtige Benneckensteiner dem scheidenden Bürgermeister Frank Damsch für seine tatkräftige Unterstützung und den Impuls zur Wiederbelebung der Waldbühne vor fünf Jahren. „Ohne Herrn Damsch wären wir nicht da wo wir sind. Dafür danke ich ihm von ganzem Herzen und wünsche ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute.“ Er begrüßte auch den anwesenden neugewählten Bürgermeister Fiebelkorn. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren mit dem Kulturrevier Harz. Ich sehe großes Potential für das Festival und dessen Bedeutung für die Kulturlandschaft der Stadt Oberharz am Brocken.“

Das Festival wird, wie in den Vorjahren, wieder von zwei großen Eigenproduktionen getragen, die direkt für das Festival erarbeitet werden. Auf dem Programm stehen eine Inszenierung von William Shakespeares DER STURM (in der Regie von Liebetruth, Premiere am 03.08.) und die Inszenierung FRÜHLINGS ERWACHEN von Frank Wedekind (Regie: Catharina May, Premiere am 04.08.). Beide Inszenierungen werden im Laufe des Festivals mehrfach gespielt.

„Ich freue mich, wenn ich nach Benneckenstein kommen und dieses, in unserem Land in dieser Form einmalige Kulturevent, unterstützen darf,“ unterstrich Staatssekretär Dr. Schellenberger bei der Überreichung des Zuwendungsbescheids über 25.000 € die Bedeutung des Festivals als Leuchtturm für das Kulturland Sachsen-Anhalt. „Gerade im ländlichen Raum sind solche Projekte in Hinsicht auf den demographischen Wandel wichtig und bedürfen unseres besonderen Interesses. Dass dies nun diesen Sommer sogar Festivalthema sein wird, ist eine spannende Angelegenheit.“

Passend zum Thema wird der Monolog NICHTS SCHÖNERES von Oliver Bukowski, gespielt von Franziska Kleinert, die im letzten Jahr die Hauptrolle in der Uraufführung von IM SCHATTEN DER HEXEN übernommen hatte, die neue kleine Bühne RAST/STÄTTE als weiteren Spielort etablieren. Darüber hinaus spielt das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode am 05.08. bereits zum zweiten Mal ein besonderes Konzerthighlight mit dem Titel JAHRES/ZEITEN. GMD Christian Fitzner wird bei dem Konzert die Versionen von Vivaldi (18. Jhd.) und Piazzolla (20.Jhd) gegenüberstellen. Darüber hinaus wird es auf der Waldbühne am 12.08. erneut Tanztheater in Form der deutschen Erstaufführung GOLDEN INSOMIA (12.08.) des Basler Solisten und Choreographen Jorge Garcia Perez geben, dessen tänzerisches Genie die Besucher bereits zum dritten Mal erleben dürfen. Als besonderes Highlight wird der Singer/Songwriter Max Prosa sein erstes kleines musikalisches Theaterstück DIE REISE DES LAUSIGEN KAPITÄNS am 09.08. zur Uraufführung bringen.

Im weiteren Programm finden sich die Puppenspiele DIE BRÜDER LÖWENHERZ und ENTE, TOD und TULPE der Berliner Kompanie Couturier für das jüngere Publikum sowie das Gastspiel MELKEN (von Jörn Klare) des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Der neue Mehrgenerationenclub des Festivals wird am 05.08. seine Arbeit in Form einer Aufführung mit dem Namen ALTER.EGO präsentieren. Vier Kinovorstellungen, diverse Lesungen, Podiumsdiskussion KENNEN|LERNEN und Workshops runden das Sommerprogramm ab.

Mehr Infos zum Programm sowie Einzeltickets und günstige Pässe gibt es ab 01.05.2018 auf
www.theaternatur.de sowie an vielen bekannten Vorverkaufsstellen.

Unterstützt wird das Festival von der HarzEnergie AG und der Volksbank Braunlage sowie vom Land Sachsen-Anhalt, der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Lotto Toto Sachsen-Anhalt, der NORD/LB Stiftung, und dem Landkreis Harz.

PM:
Kulturrevier Harz e.V.
www.kulturrevier-harz.de
www.theaternatur.de

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