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Bingo-Umweltstiftung fördert Runde Tische über Wirtschaftswege

Feldweg-Nutzer

Feldweg-Nutzer im Dialog / Foto: Max Peters

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) fördert die Entwicklung eines Zukunftskonzepts für die landwirtschaftlichen Wege mit 111 000 Euro. Sie unterstützt damit ein Vorhaben des Niedersächsischen Heimatbundes (NHB), der die Wirtschaftswege auf dem Lande unter die Lupe nehmen will.

Ein einfacher Feldweg – und dennoch können um ihn widerstreitende Interessen zu einem ausgewachsenen Konflikt führen. Denn er wird nicht nur von der Landwirtschaft als Zuwegung genutzt, sondern dient der regionalen Bevölkerung und den Touristen zur Erholung in der Natur, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder im Pferdeland Niedersachsen hoch zu Ross. Die ländlichen Wege strukturieren die Kulturlandschaft und machen sie erreichbar. Wege sind zudem von hoher Bedeutung für den Naturschutz: Wegraine sind mit ihren Kräutern und Blühpflanzen, mit Insekten und Kleintieren wichtige Biotope, feuchte Seitengräben Lebensraum für Frosch und Molch, Hecken und Bäume Brutplätze für Vögel: Wege sind vielen Bedürfnissen und Ansprüchen ausgesetzt, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen.

„Wir wollen eine Modellregion finden, in der mit Hilfe der kommunalen Verwaltung Runde Tische mit allen Beteiligten nach gemeinsamen Lösungen suchen“, skizziert NHB-Präsident Prof. Dr. Hansjörg Küster das Projekt. „Für einen solchen integrativen Dialogprozess ist der NHB besonders qualifiziert, denn im Heimatbund bündeln sich die unterschiedlichen Interessen wie Naturschutz, Landwirtschaft, Verwaltung oder des Tourismus“, begründet Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr die Förderung durch die NBU.

Das Projekt strebt Lösungen auf zwei Ebenen an: Zum einen soll in einer Modellregion ein Konzept für ein Wegenetz entwickelt werden, zum anderen soll ein Kommunikationskonzept zeigen, wie in einer Region Gespräche mit Aussicht auf Erfolg geführt werden können. Der NHB kann sich auf die große Koalition in Niedersachsen berufen. SPD und CDU wollen laut Vertrag „ein Zukunftskonzept für die dringend notwendigen Maßnahmen zur Erhaltung, Ertüchtigung und zum Ausbau des Wirtschaftswegenetzes“.

PM:
Niedersächsischer Heimatbund e.V.
www.niedersaechsischer-heimatbund.de

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