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Qualifikation ist die beste Arbeitslosenversicherung

Langzeitarbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für den Harzer Arbeitsmarkt.
Die Nachfrage auf dem Harzer Arbeitsmarkt nach Fachkräften ist so groß wie noch nie. Wer eine Ausbildung hat ist meist nur kurze Zeit ohne Job. Je länger eine Person jedoch ohne Arbeit bleibt, desto schwerer wird es, in einer neuen Beschäftigung wieder Fuß zu fassen. So gibt es zwar immer Landkreis Harz seit einigen Jahren immer weniger Arbeitslose, aber der Anteil der Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind verändert sich seit dem kaum. Insgesamt sind im Landkreis Harz rund 30 Prozent der gemeldeten Kunden (2.103 Personen) langzeitarbeitslos.

Risikofaktoren: insbesondere höheres Alter und fehlende Berufsausbildung
Der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit ist nicht mit der allgemeinen rückläufigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit gleichzusetzen. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der von Langzeitarbeitslosigkeit kaum verändert. Nach Rechtskreisen betrachtet werden 90 Prozent der Langzeitarbeitslosen durch das kommunale Jobcenter (KoBa Jobcenter Landkreis Harz) und 10 Prozent durch die Arbeitsagentur betreut. „Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Neben dem Alter und gesundheitlichen Einschränkungen sind oftmals auch fehlende Berufsabschlüsse und unzureichende Qualifikationen eine der Ursachen für die Langzeitarbeitslosigkeit, weiß Heike Schittko, Chefin der Halberstädter Arbeitsagentur.

Mittlerweile ist fast jeder Dritte der über 55-jährigen Arbeitslosen bereits seit mehr als einem Jahr auf Arbeitssuche. Jeder sechste der Langzeitarbeitslosen verfügt über keinen Berufsabschluss. Jeder achte Langzeitarbeitslose ist alleinerziehend. 60 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind als Helfer gemeldet und sind somit geringqualifiziert.

Fehlende Qualifikation mindert Jobchancen
„Eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikation erschwert die Vermittlung in Arbeit erheblich. Aber auch soziale, körperliche und psychische Probleme verstetigen die Dauer der Arbeitslosigkeit“, stellt Schittko fest.

Die Halberstädter Arbeitsagentur wird daher ihre Integrationsbemühungen weiter ausbauen: „Wir investieren in die Betroffenen und werben über unseren Arbeitgeber-Service bei den Unternehmen um Einstellungschancen“, so die Agenturchefin, „denn das Potential der Langzeitarbeitslosen sollten die Unternehmen nicht unterschätzen. Gerade im Hinblick auf die immer größer werdenden Fachkräfteengpässe können wir es uns als Region nicht leisten, bestimmte Personengruppen bei der Personalauswahl einfach außen vor zu lassen. Mit der richtigen Einarbeitung und Förderung kommen auch diese Frauen und Männer für viele freie Stellen in Frage“.

Arbeitsagentur unterstützt Eingliederung mit individueller Förderung
Dafür hält die Arbeitsagentur ein reichhaltiges Instrumentenpaket bereit: Von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen, Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zur bekannten Qualifizierung und dem Eingliederungszuschuss. Diese Förderungen bringen Bewerber und Arbeitgeber da zusammen, wo die Potentiale Übereinstimmung zum Arbeitsangebot signalisieren.

Abschließend appelliert Heike Schittko an Unternehmen mit Personalbedarf: „Geben Sie bitte auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Wir werden geeignete Bewerber ganz individuell für Ihr Unternehmen bei der Arbeitsaufnahme unterstützen. Sprechen Sie uns an, unser Arbeitgeber-Service berät Sie gern. “

Der Kontakt für eine schnelle Beratung geht am besten über die kostenfreie Hotline für Arbeitgeber 0800 − 4 5555 20 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr).

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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