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Minneturnier international am 23. Juni 2018 auf der Burg Falkenstein

Minneturnier mit internationaler Beteiligung
Zu den Wurzeln des Minnesangs

Bereits zum 13. Mal findet das Falkensteiner Minneturnier statt: Am 23. Juni 2018 finden sich um 19.30 Uhr erstmals Künstler von internationalem Rang auf der Burg Falkenstein im Ostharz ein. Das Motto heißt “Die Traurigkeit der Troubadoure – Ein Fest der bittersüßen Sehnsucht”. Es geht um die Wurzeln des Minnesangs: Diese liegen im einstmals okzitanischen Sprachbereich, der heute Gebiete aus Frankreich, Spanien und Italien umfasst. Deshalb sind Sängerinnen und Sänger aus diesen Ländern beteiligt, neben versierten deutschen Künstlern des Genres.

Der Minnesang, bei dem ein Ritter die Anmut und Ehre eine höher gestellte Dame besingt, ohne sie je wirklich als Geliebte erobern zu können, hat seine Wurzeln im Umkreis von Wilhelm IX. von Aquitanien um 1100. Die Gesänge der Troubadoure von der “Fin Amors” wurden als höfische Kunst- und Repäsentionsform an diesem Hof bis in die Zeit von Eleonore von Aquitanien und Richard Löwenerz gefördert und verfeinert. Die neue Art des Singens verbreitete sich dann an viele Höfe, vom Gesang der Trouvères im französischen Raum um Paris bis hin zum deutschen Minnesang an den Höfen der Staufer, der Welfen und des Landgrafen Hermann von Thüringen.

Das Minneturnier, das seit 2006 alljährlich stattfindet, wird sich erstmals ganz mit den Ursprüngen dieser Sangeskunst beschäftigen. Es erklingen Lieder von Meistern wie Bernart de Ventadorn, Peirol, Jauffré Rudel oder Raimbaut de Vaqueiras. Dazu bedarf es natürlich besonders geschulter Künstler. Im Wettbewerb stehen wie im letzten Jahr fünf Interpreten: Es sind Domitille Vigneron und Thierry Cornillon aus Frankreich, Iván López aus Spanien, die in Dresden lebende Sängerin Noemi La Terra mit sizilianischen Wurzeln sowie Wilfried Staufenbiel aus Schönow in Brandenburg. Hinzu kommen als Ehrengäste die französische Sängerin Korydwenn, die 2017 das Minneturnier gewann, und der vielfach preisgekrönte Sänger Knud Seckel aus Alsbach, der in vielen Sprachen versiert ist und als Übersetzer mit auf der Bühne stehen wird. Korydwenn und Knud Seckel werden auch im Rahmenprogramm mit eigenen Konzerten auftreten.

Veranstaltet wird das Turnier wie seit einigen Jahren üblich vom Hofgeismarer Verein Dingo Musik und Theater e.V. mit Unterstützung der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Das ganze ist aber nur möglich durch zusätzliches Sponsoring: So werden die Musiker z.B. unterstützt vom Restauratorenkollegium Blankenburg, der Firma Q-Druck in Quedlinburg, dem Mediator Olaf Friedersdorf aus Ziepel, der Wiener Buchhalterin Theresia Moser und der Internetplattform Minnesang.com. Hinzu kommen diverse private Spender. Durch das Turnier führen wie immer Meister Frauenlob (Peter Will) und Henker Stempfel (Bernd Bonnet), die Musiker werden auf vielen mittelalterlich inspirierten Instrumenten begleitet von den Spielleuten des Musiktheaters Dingo.

Die Jury besteht aus der Aachener Professorin Dr. Angelica Rieger, der Vorjahressiegerin Korydwenn und dem Sänger Olaf Casalich aus Hamburg, bekannt von der Gruppe “Ougenweide”. Zudem wird ein Publikumspreis vergeben.

Tickets fürs Turnier kosten 20 Euro, das Kombiticket inklusive des Rahmenprogrammes ist für 25 Euro zu haben. Ticketbestellungen über www.minnesang.com, die Telefonnummer 05671-925355 oder direkt auf der Burg Falkenstein. Bei Regen findet das Turnier wie im Vorjahr auf der Konradsburg in Ermsleben statt.


13. Falkensteiner Minneturnier “Die Traurigkeit der Troubadoure – Ein Fest der bittersüßen Sehnsucht”
Sa 23.6.2018, 19.30 Uhr, Burg Falkenstein; Rahmenprogramm: Konzert Korydwenn
Sa 23. 6., 17 Uhr, Burg Falkenstein. Matinée
So 24.6., 11 Uhr mit Knud Seckel “Der Einfluss der Troubadoure auf den deutschen Minnesang”, Konradsburg Ermsleben.


PM:
Dingo Musik und Theater e.V.
Dr. Lothar Jahn
www.musiktheater-dingo.de
www.minnesang.com

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