Anzeige:

Arbeitsagentur rät Unternehmen, sich am Girls` und Boys` Day zu beteiligen, um so frühzeitig motivierten Nachwuchs zu finden

Patricia Tacke empfiehlt Firmenchefs: „Nutzen Sie den Aktionstag, registrieren Sie Ihre Angebote kostenfrei und werben Sie bei den Schülern für Ihre Ausbildungen und Ihr Unternehmen. Das bringt Sie weiter!“

Am 26. April findet der bundesweite Zukunftstag für Jungen und Mädchen – besser als Girls’ und Boys´ Day bekannt – statt. An dem Tag können Mädchen und Jungen eine Schulbefreiung erhalten, um einen Tag lang im Betrieb live dabei zu sein und sich zu informieren. „Alle Schüler ab der 5. Klasse haben an dem Tag die Chance, sich gezielt über die klassischen geschlechterspezifischen Berufsempfehlungen hinaus über Berufe zu informieren und zu orientieren. Die Möglichkeit, seine Neigungen, Talente und Fähigkeiten in der Praxis zu erproben, kann für die spätere Berufswahl oder Studienentscheidung entscheidend sein“, weiß Patricia Tacke, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Halberstädter Arbeitsagentur.

Unternehmen, die ihre Türen öffnen, bietet der Aktionstag eine gute Gelegenheit, interessierte Jugendliche frühzeitig für sich und die Ausbildungsberufe zu begeistern. „Das kostet Sie nur etwas Zeit für die eigene Zukunft. Diese ist jedoch gut investiert“, ist Tacke überzeugt.

Auf dem Harzer Ausbildungsstellenmarkt sind aktuell knapp 1.200 Ausbildungsstellen gemeldet, aber nur 1.050 Bewerber. Somit können allein rein rechnerisch nicht alle freien Stellen besetzt werden. Deshalb ist es für die Unternehmen umso wichtiger, frühzeitig über die Angebote zu informieren. Und wenn Jugendliche rechtzeitig die Anforderungen der Betriebe kennen hilft es auch, mögliche Abbrüche zu vermeiden. „Eine gute Wahl kann nur treffen, wer die Möglichkeiten wirklich kennt und beim Talent gibt es keine geschlechterspezifische Orientierung“, weiß Tacke.

Man könnte deshalb meinen, die Veranstaltungsübersichten des Girls‘ Day-Radar unter www.girls-day.de oder die Aktionslandkarte unter www.boys-day.de wären mit Angeboten für den Harzkreis prall gefüllt. Dem ist leider nicht so. Bislang sind nur wenige Betriebe und Behörden dabei. „Da ist noch Luft nach oben. Gerade aufgrund zunehmender Fachkräfteengpässe in immer mehr Berufen und akutem Nachwuchsmangel, sollten Unternehmen den Aktionstag nutzen, um potentiellen Bewerbern konkrete Einblicke in ihr Unternehmen und ihre Berufswelt zu geben. So können falsche Vorstellungen entkräftet oder Begeisterung für den passenden Ausbildungsberuf entfacht werden“, appelliert Tacke an die Harzer Betriebe und Behörden.

Unternehmen können ihre Angebote einfach und kostenfrei online erfassen. Über die Anmeldeplattform finden Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte alle Angebote. Sofern sich Veranstalter bei der Erfassung ihrer Angebote nicht sicher sind, hilft die Rubrikübersicht mit Erklärungen für die richtige Anmeldung weiter. Auch die BCA der Arbeitsagentur bietet ihre Unterstützung an. Sie gibt Tipps und Hinweise, wie eine Beteiligung am Zukunftstag für Unternehmen und Behörden zum Erfolg werden kann. So empfiehlt sie allen, das praktische Erleben in den Mittelpunkt zu stellen. Patricia Tacke ist per Mail unter Halberstadt.BCA@arbeitsagentur.de oder telefonisch unter (0 39 41) 40 – 660 zu erreichen.


Übrigens: Eine Freistellung vom Unterricht ist für diesen Tag mit einem Nachweis meist unproblematisch. Die teilnehmenden Besucher der veröffentlichten Veranstaltungen sind automatisch Unfall-und Haftpflicht versichert.

Bei den Mädchen soll insbesondere das Interesse für technische Berufe geweckt werden. Ihnen bietet der Aktionstag die Chance, sich konkret über handwerklich-technische und IT-Berufe sowie naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu informieren und im persönlichen Kontakt mit Unternehmen mögliche Vorbehalte gegenüber diesen Berufen abzubauen. Eine Liste der Berufe, in denen viel weniger Frauen als Männer arbeiten, ist unter www.girls-day.de/berufeliste abrufbar.

Umgekehrt können Jungen an dem Zukunftstag herausfinden, ob sie ein Talent für sozial-erzieherische Berufe oder Pflegeberufe haben. Unter den Top 20 der von Jungen ausgewählten Berufe ist keiner aus den Bereichen: Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege. Es gibt kaum männliche Erzieher, Pflegekräfte oder Betreuer. Aufgrund der zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist aber eine höhere Anzahl von männlichen Fachkräften und Bezugspersonen in diesen Berufsfeldern erwünscht. Gerade in Einrichtungen oder Unternehmen, die überwiegend Frauen beschäftigen, sollten es Jungs ermöglichen, neue Berufsperspektiven für sich zu entdecken. Eine Liste der Berufe, in denen überwiegen Frauen beschäftigt sind ist unter www.boys-day.de/berufeliste eingestellt.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

Comments are closed.