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Harzer Naturparkpreis 2018 geht nach Aschersleben

Quedlinburg. Der Eigenbetrieb Bauwirtschaft der Stadt Aschersleben wird mit dem vom Regionalverband Harz gestifteten Naturparkpreis ausgezeichnet. Damit würdigt der Naturparkträger die vorbildliche Unterhaltung und Entwicklung des Zentralfriedhofes in Aschersleben. Urkunde und Sachpreis im Wert von 500 Euro sollen Anfang 2018 durch den Vorsitzenden des Regionalverbandes Harz, Herrn Landrat Skiebe, in Aschersleben überreicht werden.

„Lebensraum Friedhof“ war das Motto, unter dem Vorschläge für eine Auszeichnung mit dem Harzer Naturparkpreis 2018 eingereicht werden konnten. Friedhöfe verraten viel über Geschichte und Kultur einer Stadt oder Gemeinde. Aber ein Friedhof als Lebensraum? Was auf den ersten Blick geradezu paradox erscheinen mag, ist bei eingehender Betrachtung jedoch gar kein Widerspruch. Einerseits sind Friedhöfe letzte Ruhestätten Verstorbener, Orte der Trauer, des Gedenkens und der Zuversicht. Andererseits sind sie Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Mit dem Thema wurde der Fokus auf solche Friedhöfe gerichtet, die nicht allein Hinterbliebene einladen, sondern auch Menschen, die sich für eine Stadt oder Gemeinde, für Pflanzen und Tiere oder ganz allgemein für die Harzregion interessieren.

Wer sich auf den 1866 angelegten Zentralfriedhof in Aschersleben begibt, wird von der vielfältigen Anlage überrascht sein. Immerhin ist er die größte zusammenhängende Grünfläche der Stadt. Nicht weniger als 8.000 Bäume und drei Kilometer Hecke lassen das Gelände parkähnlich erscheinen. Ein nicht mehr für Bestattungen genutzter Bereich wurde zur Schmetterlingswiese umfunktioniert, Ruhezonen laden zum Verweilen ein. Historische Grabanlagen und der Ehrenfriedhof für die in den beiden Weltkriegen Gefallenen erfahren ebenso besondere Pflege, wie die neu angelegten Bereiche. Dazu gehört beispielsweise das Olearium. In dieser Gemeinschaftsanlage befinden sich Urnenwahlgräber. Zum Betriebskonzept gehören ebenso gedruckte Informationsmaterialien und Informationstafeln auf dem Gelände, wie auch das Angebot von Friedhofsführungen. Dabei wird beispielsweise auf die für die Stadt bedeutenden Persönlichkeiten hingewiesen, die ihre letzte Ruhestätte auf diesem Friedhof fanden. Außerdem besteht eine Kooperation mit dem Stephaneum. Die Schülerinnen und Schüler nutzen den Friedhof im Geschichts-, Religions- und Ethikunterricht.

Mehr Informationen zum Naturparkpreis finden Sie hier: http://www.harzregion.de/de/naturparkpreis.html

PM:
Regionalverband Harz e. V.
www.harzregion.de

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