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Harz-Zeitschrift 2017 erschienen – Kirchenbauten, Sachsengott Krodo als Fake und die Familie Luther in Goslar

Harz-Zeitschrift 2017

Titelseite der Harz-Zeitschrift 2017 / Foto: Herausgeber

Aktuelle Harz-Zeitschrift 2017 erschienen – Beiträge zur Harzgeschichte von Kirchenbauten über die Phantasiefigur des „Sachsengotts Krodo“ und die Familie Luther bis zu Julius Elster in Blankenburg und Heinrich Spier in Goslar

Wernigerode. Soeben erschien im Lukas-Verlag Berlin der 69. Jahrgang der Harz-Zeitschrift für das Jahr 2017, die für den in Wernigerode ansässigen Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e. V. von Jörg Brückner herausgegeben wird. Die Zeitschrift hat eine lange Geschichte – sie erschien erstmals 1868.

Der aktuelle Band beschäftigt sich mit historischen Fachthemen zahlreicher Orte aus dem gesamten Harz. Die Reihe der Aufsätze zur Harzgeschichte beginnt mit einem Beitrag von Ludwig Bamberg zu Bauten des Harzraums als Vorbilder für den protestantischen Kirchenbau des Barock.

Sachsengott Krodo ein „Fake“

Wolfram Janzen entzaubert sodann den „Sachsengott Krodo“, den es niemals gab – dies wird im Rahmen einer umfangreichen literarischen sowie kunst- und religionsgeschichtlichen Spurensuche dargelegt. Er ist offenbar nichts weiter als eine Konstruktion des Autors der Sachsenchronik für seinen Sachsen-Mythos.

Die Wüstung Linzke im Blankenburger Stadtgebiet ist das Thema von Christoph Georg Rohrbach, gefolgt von einem Beitrag zum Stadtrecht von Aschersleben aus der Feder von Dieter Pötschke. Otmar Hesse schreibt sodann über das Thema „Nach dem Riechenberger Vertrag: Fabian Luther in Goslar“.

Südharzer Themen

In den Südharz führt der farbig illustrierte Beitrag „Aus den Baurechnungen der Königshütte 1733 – 1737 bei dem damaligen Flecken Lauterberg/Harz“ von Hans-Heinrich Hillegeist. Der aus dem Südharz stammende Braunschweiger Heimatforscher Fritz Reinboth hat sich erneut des Themas „Gipsbrennerei und Gipsindustrie am Harz“ angenommen.

Das einst in Blankenburg lebende Ehepaar namens Elster ist das Thema von Rudolf G. A. Fricke – es ist nicht irgendein Bürger Elster, sondern der berühmte Physiker Julius Elster, der zusammen mit seinem Freund Hans Geitel 1893 die erste lichtelektrische Zelle, die Fotozelle, erfand. Auch der Begriff der Atomenergie geht auf die beiden Physiker zurück – sie prägten ihn 1899. Zur Erinnerung an den Goslarer Lehrer und Heimatforscher Heinrich Spier (1910 – 1996) schreiben Karl Sanders, Friedhart Knolle, Fritz Reinboth und Heinfried Spier.

Berichte zu Veranstaltungen des Harz-Vereins und Rezensionen runden den Band ab. Er ist mit zahlreichen Abbildungen illustriert, hat einen Umfang von 176 Seiten und kann über den örtlichen Buchhandel oder den Lukas-Verlag http://www.lukasverlag.com bestellt werden.

PM:
Harz-Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V.
für den Vorstand
Dr. Christian Juranek und Dr. Friedhart Knolle

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