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„Minijob? Da geht noch mehr!“ – Wanderausstellung zum Thema Minijob macht vom 25. September bis 6. Oktober Station im BiZ der Halberstädter Arbeitsagentur

Deutschlandweit arbeiten aktuell1 mehr als 7,4 Millionen Menschen in einem Minijob – 60 Prozent davon sind Frauen. Auch im Landkreis Harz ist die Zahl derer, die einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nachgehen, mit über 10.600 Personen sehr hoch. Hier liegt der Frauenanteil mit 59 Prozent nur knapp unter dem Bundesschnitt.

Auch wenn sich die absolute Zahl in den letzten Jahren aufgrund der demografischen Auswirkungen und einer anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung leicht verringert hat, ist der Anteil an allen Beschäftigten nahezu konstant geblieben.

Minijober verdienen maximal 450 Euro im Monat, sind meist nicht eigenständig krankenversichert und haben weder auf Arbeitslosengeld noch auf Rente einen Anspruch. Zur dann oft fehlenden Absicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter kommt meist hinzu, dass viele Beschäftigte aus Unkenntnis Nachteile in ihrem Arbeitsverhältnis in Kauf nehmen. „Häufig wissen Arbeitgeber und Beschäftigte nicht, dass Minijobbende
z. B. den gleichen Anspruch auf Mindestlohn, bezahlten Urlaub oder geregelte Arbeitszeiten haben, wie andere ‚normal‘ Beschäftigte auch“, stellt Patricia Tacke, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) der Halberstädter Arbeitsagentur klar.

Mythen und Fehlannahmen zum Arbeitsrecht sind jedoch nicht nur bei den Beschäftigten sondern auch in den kleinen Betrieben weit verbreitet. So gibt es viele Personalverantwortliche die annehmen, dass im Minijob kein Kündigungsschutz existiert.

Deshalb möchte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit ihrer Ausstellung „Minijob? Da geht noch mehr!“ Beschäftigte, Arbeitsuchende und Unternehmen umfassend informieren und so mit den Irrtümern zum Thema „Minijob“ aufräumen. Einerseits wird über die rechtliche Situation im Minijob und andererseits über die tatsächlichen Kosten für Minijobs für Unternehmen aufgeklärt. Zugleich soll die Ausstellung den Dialog mit Beschäftigten und Arbeitgebern vertiefen, um gemeinsame Wege in einen existenzsichernden Job mit ausreichend Einkommen zu finden. An dieser Aufklärungskampagne beteiligt sich die Halberstädter Arbeitsagentur aktiv und möchte die Angebote für Minijobber und Unternehmen zur Umwandlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit noch bekannter machen. „Ein Minijob sollte als Brücke in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung dienen und nicht zum Dauerzustand werden. Gerade unsere zunehmend alternde Bevölkerung, die anhaltend hohe Arbeitskräftenachfrage und der zunehmende Fachkräftebedarf der Harzer Unternehmen sorgen aktuell für beste Voraussetzungen, um aus einem Minijob mehr zu machen. Denn schließlich verfügen mehr als zwei Drittel der Minijober über einen anerkannten Berufs- oder sogar Hochschulabschluss. Und nicht zuletzt brauchen unsere Betriebe engagierte, zuverlässige und gut eingearbeitete Fachkräfte“, gibt Tacke zu bedenken.

Die Ausstellung im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Halberstädter Arbeitsagentur kann vom 25. September bis zum 6. Oktober 2017 zu den regulären Öffnungszeiten kostenfrei von allen Interessierten besucht werden.


In der Wanderausstellung werden u. a. Antworten auf folgende – oft gestellte Fragen – gegeben:
Welche Mehrkosten entstehen in Unternehmen durch Minijobs?
Haben Minijobber ein Recht auf Krankengeld, Kündigungs- und Mutterschutz?
Warum sind mehrheitlich Frauen geringfügig beschäftigt?
Führt ein Minijob in die Armutsfalle?
Welche Anlaufstellen gibt es, um aus Minijobs herauszukommen?


Am 4. Oktober bietet die Arbeitsagentur gemeinsam mit Herrn Hoßbach von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland um 14 Uhr im Raum E 309 einen Vortrag zum Thema: „Minijob − Midijob − Bausteine für die Rente“ an. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit allen Fragen zu Minijobangeboten im Landkreis Harz können sich Arbeitsuchende und Unternehmen zu den bekannten Öffnungszeiten an die Jobvermittler der Halberstädter Arbeitsagentur, Gudrun Gloza und Thomas Gerloff, im Büro 1.324 melden oder unter (0 39 41) 40 – 777 Kontakt aufnehmen.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Vortragsangebot finden Sie im Flyer auf der Homepage der Halberstädter Arbeitsagentur unter der Rubrik „Veranstaltungen vor Ort“.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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