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Mehr Aus- als Einpendler im Landkreis Harz

Rund jeder vierte Beschäftigte verlässt für die Arbeit täglich den Landkreis – Niedersachsen bleibt Hauptziel der meisten Auspendler

Von den 84.322 im Landkreis Harz lebenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten1 verlassen 22.221 Männer und Frauen1 täglich die Region für ihren Job. Allein 3.775 bzw. 17 Prozent der Auspendler fahren dafür in den Landkreis Goslar.

Pendlerquote nahezu konstant

Die Zahl der Auspendler aus dem Landkreis Harz hat sich im Vorjahresvergleich kaum verändert. Etwa jeder vierte Beschäftigte verlässt seine Heimat für eine Job außerhalb des Landkreises Harz. Das zeigen die neusten Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Im Juni 2016 verließen 22.221 Pendler den Landkreis Harz. Ein Jahr zuvor waren es 22.174 Männer und Frauen. Auch die Pendlerquote ist in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben. 26,4 Prozent aller im Landkreis wohnenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendelten im Juni 2016 in einen anderen Landkreis oder in ein anderes Bundesland. Im Juni 2015 lag die Quote bei 26,3 Prozent.

Hohe Mobilität in der Region

Hauptziel der meisten Auspendler ist das benachbarte Bundesland Niedersachsen. Auf Platz eins der Pendlerziele liegt weiterhin der Landkreis Goslar. Dort arbeiten 3.775 Männer und Frauen bzw. 17 Prozent der Auspendler. Auf den weiteren Plätzen folgen der Salzlandkreis (2.634 Beschäftigte) und die Stadt Braunschweig (1.617 Beschäftigte). Weitere Zielorte, in die Frauen und Männer des Landkreises Harz auspendeln sind die Magdeburg, Wolfenbüttel, die Börde, Salzgitter, Mansfeld-Südharz, die Region Hannover und Halle (Saale).

Mit 20,7 Prozent der Auspendler (4.594 Beschäftigte) sind im verarbeitenden Gewerbe tätig. Auch in den Bereichen Handel/Instandhaltung und Reparatur von Kfz (3.038 Beschäftigte) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (2.736 Beschäftigte) sind die meisten Auspendler beschäftigt.

Zahl der Einpendler gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent gestiegen

Die Zahl der Einpendler, die täglich zur Arbeit in den Landkreis Harz fahren, ist erfreulicherweise gestiegen. Dennoch pendeln zweieinhalbmal so viele Menschen aus dem Landkreis, wie gleichzeitig Frauen und Männer zur Arbeit in den Harz kommen. Fuhren zum Stichtag Juni 2015 lediglich 8.278 Personen zur Arbeit in den Kreis, waren es im letzten Jahr bereits 8.952. Damit ist jeder achte Beschäftigte der insgesamt 72.602 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis ein Einpendler. Die Mehrzahl der Einpendler kamen aus dem Salzlandkreis (1.946 Beschäftigte), gefolgt von der Börde (1.122 Beschäftigte) und aus Mansfeld-Südharz (958 Beschäftigte).

Pendlersaldo leicht rückläufig

Zieht man von den Auspendlern die Einpendler ab, ergibt sich der Pendlersaldo. Da mit 22.221 Personen deutlich mehr auspendeln als mit 8.952 Beschäftigten einpendeln, ergibt sich ein negativer Pendlersaldo von minus 13.269. Im vergangenen Jahr lieg dieses noch bei minus 13.896. Dies bleibt nach der Börde und dem Burgenlandkreis jedoch weiterhin der drittgrößte Negativsaldo im Land Sachsen-Anhalt.

„Für zahlreiche Arbeitnehmer gehört das Pendeln mittlerweile zum Leben. Im Landkreis Harz gibt es eine hohe Mobilitätsbereitschaft der Beschäftigten. Dafür gibt es vielfältige Gründe. Der leicht rückläufige Pendlersaldo im Landkreis zeigt, dass Rückkehrer eine Chance auf dem hiesigen Arbeitsmarkt haben und diese auch nutzen. Deshalb freut es mich, dass mittlerweile immer weniger Menschen wegen der Arbeit auf Reise gehen müssen, weil sie in ihrer Heimat gute berufliche Angebote und Perspektiven vorfinden“, so Heike Schittko, Chefin der Halberstädter Arbeitsagentur zu den aktuellen Pendlerdaten.


Ein- und Auspendler, Pendlersaldo

Einpendler sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am Arbeitsort wohnen. Auspendler sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am Wohnort arbeiten. Die Differenz aus Einpendlern zu Auspendlern ergibt den Pendlersaldo.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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