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Geballte Frauenpower beim Falkensteiner Minneturnier

Kandidatinnen Falkenstein

Die Kandidatinnen des 12. Falkensteiner Minneturniers / Foto: Veranstalter

Fünfmal geballte Frauenpower – Falkensteiner Minneturnier in weiblicher Hand

Fünf Kandidatinnen werden am 1. Juli beim Falkensteiner Minneturnier gegeneinander antreten: Sie rücken erstmals den Einfluss der Frauen auf die mittelalterliche Musik in den Mittelpunkt. “Frauenminne, Mädchenlieder, Weibsgesang” ist Name der Veranstaltung, die durch ein passendes Rahmenprogramm unterstützt wird.

Die erste Kandidatin ist Korydwenn aus Wolfhagen bei Kassel. Sie kommt ursprünglich aus dem Mutterland des Minnesangs: Frankreich, eine waschechte “Trobairitz” also, wie man die weiblichen Troubadoure einst nannte. Sie wird eines der bekanntesten Lieder der ursprünglichen Trobairitz aus dem zwölften Jahrhundert anstimmen: “A chantar” von Beatriz de Dia. In dem Lied geht es um die Verzweiflung einer Frau, die von ihrem Liebsten nicht beachtet wird.

Kandidatin Nummer zwei kommt aus Salzburg zum Falkenstein gereist. Karina Benalcázar singt beim renommierten Mittelalterensemble Harmonia Variablis und ist vielseitig musikalisch aktiv: Sie sang bereits die Susanna in einer Inszenierung von “Figaros Hochzeit” und verblüffte Dieter Bohlen bei DSDS mit einer fantastischen Puccini-Performance. Sie singt Walther von der Vogelweides berühmtes Lied “Under der linden” über eine herrliche Liebesnacht im Freien.

Als drittes wird Noemi La Terra aus Dresden die Stimme erheben: Vielfältige Erfahrungen als Sängerin sammelte sie im Jazz mit seinen unterschiedlichsten Facetten, Gospel, in Neuer Musik, Improvisation, traditioneller süditalienischer und arabischer Musik sowie als Mezzosopran in der Alten Musik Sie singt ein geistliches Lied des letzten Minnesängers Oswald von Wolkenstein, mit einem zweiten Beitrag widmet sie sich dann einer liebestollen Äbtissin.

Die vierte Kandidatin ist Klara vom Querenberg, die auf dem Falkenstein schon des öfteres gesungen hat. Die in Erfurt wohnhafte Sängerin singt zur Harfe vor allem geistliches Liedgut, denn hinter Klostermauern haben auch im deutschen Sprachraum die Frauen ihre Stimme erhoben. Sie widmet sich der bekannten Mystikerin Hildegard von Bingen, die ein beeindruckendes musikalisches Werk hinterlassen hat.

Die fünfte Sängerin im Wettbewerb ist Christine Zienc aus Hannover. Sie hat als einzige der Sängerinnen bereits schon mehrfach am Minneturnier teilgenommen, wo sie 2014 gemeinsam mit Thomas Schallaböck den Publikumspreis errang. Sie wird ein Mutter-Tochter-Lied von Neidhart anstimmen, wobei sie beide Rollen verkörpern wird. Es geht um die Frage, ob die Tochter zum Tanz darf und wie gefährlich es ist, sich mit Rittersleuten einzulassen.

Alle fünf Sängerinnen haben vielfältige Konzerterfahrung und eine musikalische Hochschulausbildung. Sie wurden von einer Jury unter zahlreichen Bewerbungen ausgewählt.

Das Minneturnier beginnt um 19.30 Uhr auf Burg Falkenstein im Ostharz, bereits um 17 Uhr führen Claudia Heidl und Holger Schäfer in die mittelalterliche Variante des Geschlechterkrieges ein, sie lesen aus Ulrich von Liechtensteins “Frauenbuch”. Am 2. Juli gibt es um 11 Uhr morgens eine Matinée auf der Konradsburg in Ermsleben: Dort stellt das Musiktheater Dingo sein Programm “Es stunt ein frouwe alleine – Der weibliche Blick auf die Minne” vor. Es folgt eine Abschlussdiskussion mit Prof. Dr. Angelica Rieger (Aachen) zur Rolle der Frau im Minnesang.

Tickets gibt es auf Burg Falkenstein, unter 05671-925355 oder über dingo@minnesang.com. Sie kosten 18 Euro (nur Turnier) bzw. 25 Euro (mit Rahmenprogramm).

PM:
Dr. Lothar Jahn
www.lothar-jahn.de
www.minnesang.com

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