Anzeige:

Am 12. Mai ist Tag der Pflege – Erfolgreiches Praktikum zeigt Chancen in der Pflegebranche

Am 12. Mai ist Tag der Pflege
Halberstädter Arbeitsagentur informiert über Chancen in der Pflegebranche. Dank ihres Besuches auf der Berufsmesse der Diakonie im Halberstädter BiZ absolviert Claudia Risse erfolgreich ein Praktikum.

Attraktive Berufe mit Perspektive

„Gesundheits- und Pflegeberufe sind nicht nur gefragt, sie bieten auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und sichere Arbeitsplätze in der Region“, weiß Heike Schittko, Chefin der Halberstädter Arbeitsagentur, und verweist damit auf den aktuellen Chancenatlas für Sachsen-Anhalt. Dass Berufe in der Gesundheits- und Pflegebranche attraktiv sind, haben auch viele Berufstätige schon erkannt, denn die Zahl der dort Beschäftigten steigt. Von 2014 bis 2016 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altenpflege im Landkreis um fünf Prozent. Dabei gibt es viele Wege in eine solche Beschäftigung: Ob über Ausbildung, Studium oder Weiterbildung – die Angebotspalette zum Berufseinstieg ist breit.

„Damit die Branche weiter an Attraktivität gewinnt, haben aber auch Unternehmen eine große Verantwortung“, appelliert Schittko an diese. „Sie müssen attraktive Konditionen für die Arbeit im Schicht- und Wochenenddienst anbieten, zum Beispiel im Rahmen flexibler Arbeitszeitmodelle. So können sie beispielweise die große Gruppe junger Mütter für sich aufschließen. Und die Entgelte müssen eben stimmen. So können Menschen für das Arbeitsfeld begeistert und in der Region gehalten werden.“

Claudia Risse – ein positives Vorbild, das anderen Mut machen möchte

Am 1. April 2017 fand die erste Berufsmesse der Diakonie im Halberstädter BiZ statt. Fünf Harzer Einrichtungen warben auf der Fachmesse in eigener Sache um Nachwuchs und Fachkräfte. Für das Diakonissen-Mutterhaus CECILIENSTIFT Halberstadt war dieser Tag sehr erfolgreich. An dessen Informationsstand sprach u. a. die 36-jährige Bauzeichnerin Claudia Risse vor. Sie ist seit Kindertagen gehörlos. Durch ihre offene, aufgeschlossene Art und ihrem dringendem Wunsch nach einem beruflichen Wechsel überzeugte sie Ina Klamroth, Bereichsleiterin der Behindertenhilfe im Diakonissen-Mutterhaus CECILIENSTIFT Halberstadt, sofort. Deshalb lud sie sogleich zu einem persönlichen Gespräch ein. Sie hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und den richtigen „Riecher“ für die junge Frau, die für die Liebe von Süddeutschland in den Harz gezogen war. Risses Lebenslauf ist von ihrem unermüdlichen Fortkommen gekennzeichnet. Vom qualifizierten Hauptschulabschluss zum Realschulabschluss, von der abgeschlossenen Ausbildung zur Bauzeichnerin über verschiedene Büro-, Erziehungs- und Helfertätigkeiten bis zu ihrem Einsatz als Betreuungskraft, worauf sie ihre beruflichen Ziele mittlerweile neu ausgerichtet hat.

Die Berufswelt hält für Gehörlose viele interessante Tätigkeiten bereit, nur liegen die Schwerpunkte anders als bei hörenden Beschäftigten. So manche sprachlichen Barrieren hat Claudia Risse während ihres schulischen und beruflichen Werdeganges mit Bravour gemeistert. Gerade auch deshalb hegte sie schon lange den Wunsch, in der Behindertenhilfe beruflich „anzukommen“.

Seit Mitte April absolviert sie nun ein vierwöchiges Orientierungspraktikum in vier verschiedenen Bereichen (Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Sinnes- und Mehrfachbehinderungen) im Diakonissen-Mutterhaus CECILIENSTIFT Halberstadt, in dem sie ebenfalls gehörlose Menschen betreut. Bis jetzt ist Claudia Risse sehr gut “angekommen”. Vielleicht entsteht aus diesem Praktikum eine neue berufliche Zukunft für sie. Für das Diakonissen-Mutterhaus CECILIENSTIFT ist sie schon jetzt eine Bereicherung. Gegebenenfalls könnte sie später sogar eine berufsbegleitende Ausbildung absolvieren. Aber das bleibt abzuwarten. Die Halberstädter Arbeitsagentur drückt ihr dafür ganz fest die Daumen und wünscht ihr viel Erfolg.

Für Pflegeberufe werden Fachkräfte mit Engagement benötigt

Dass sie ihren Alltag weitgehend selbständig bewältigen und soziale Kontakte aufrechterhalten können, ist pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen äußerst wichtig. Um das zu ermöglichen, sind diese Menschen allerdings auf Pflegedienste und deren Unterstützung angewiesen.

Aus der zweijährlich erhobenen Pflegestatistik des Statistischen Landesamtes geht hervor, dass die Pflegebedürftigkeit in der Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen ist und aufgrund der zunehmend alternden Gesellschaft künftig weiter steigen wird. Damit einher geht ein großer Bedarf an ausgebildeten Pflegekräften. Allein im Jahr 2016 wurden im Landkreis Harz durchschnittlich ca. 20 Mitarbeiter pro Monat in der Gesundheits- und Krankenpflege gesucht, in der Altenpflege waren es sogar 77 pro Monat. Im Altenpflegebereich stiegen die gemeldeten Arbeitsstellen im März 2017 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um rund 45 Prozent an. Auf dem Pflegearbeitsmarkt herrscht ein derzeit Mangel an Fachkräften. Deshalb bemüht sich die Arbeitsagentur intensiv, gemeinsam mit Unternehmen geeignete Arbeitnehmer zu Fachkräften zu qualifizieren und interessierte Kunden für Umschulungen und Weiterbildungen zu gewinnen.

Pflegereform bringt neue Ausbildung

Zum 1. Januar 2018 soll die geplante Pflegereform mit weiteren Auswirkungen auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Kraft treten. Dabei sollen die bisherigen Ausbildungsberufe Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpfleger künftig in einen einzigen Pflegeberuf münden. In allen Pflegeschulen wird die Berufsausbildung dann mit einer zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung beginnen. Anschließend wird diese Ausbildung mit Vertiefung in der Alten- oder Kinderkrankenpflege fortgesetzt oder der bisherige Abschluss als Alten- oder Kinderkrankenpfleger gewählt. Einen Einzelabschluss in der Krankenpflege soll es dann gar nicht mehr geben.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

Leave a Reply

  

  

  

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Werbung