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Langzeitarbeitslosigkeit bleibt eine der größten Herausforderungen für den Arbeitsmarkt − Halberstädter Arbeitsagentur setzt weiter auf Qualifizierungsangebote

Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig.
Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist auf dem Harzer Arbeitsmarkt derzeit groß. „Wer eine Ausbildung hat, der ist meist nur kurz ohne Job. Je länger man ohne Arbeit bleibt, desto schwerer wird es, wieder in einem neuen Job Fuß zu fassen“, weiß die Halberstädter Agenturchefin. So gibt es im Landkreis Harz zwar immer weniger Arbeitslose, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind. Im vergangenen Jahr waren landkreisweit über ein Drittel aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos.

Langzeitarbeitslosigkeit geht deutlich langsamer zurück
Der Rückgang bei den langzeitarbeitslosen Menschen fällt deutlich geringer als der bei allen Arbeitslosen aus. Dadurch stieg der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen innerhalb der letzten fünf Jahre von 31 auf aktuell 35 Prozent. Nach Rechtskreisen betrachtet wird der überwiegende Teil der Langzeitarbeitslosen (92 Prozent1) durch die KoBa Jobcenter Landkreis Harz betreut. So werden im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) derzeit knapp 200 und im Rechtskreis SGB II (KoBa) über 2.200 langzeitarbeitslose Personen betreut. „Die Gründe für lange Arbeitslosigkeit sind vielfältig. Neben dem Alter sind auch fehlende Berufsabschlüsse und Qualifikationen ursächlich für die Langzeitarbeitslosigkeit, weiß Heike Schittko, Vorsitzende der Geschäftsführung der Halberstädter Arbeitsagentur.

Anteil Langzeitarbeitsloser mit fehlendem Berufsabschluss steigt
So steigt zum Beispiel der Anteil Langzeitarbeitsloser mit einer fehlenden Berufsausbildung. Im Landkreis Harz wuchs der Anteil dieser Personen in den vergangenen fünf Jahren von knapp 22 Prozent (etwa 800 Personen) auf rund 30 Prozent (über 840 Personen). Eine fehlende oder nicht mehr zeitgemäße Qualifikation erschwert jedoch die Vermittlung in Arbeit. Zudem verfestigen oftmals soziale, körperliche und psychische Probleme die Dauer der Arbeitslosigkeit.

Die Halberstädter Arbeitsagentur wird daher, und aufgrund zunehmender Fachkräfteengpässe, ihre Bemühungen um eine schnelle und dauerhafte Integration zunehmend ausbauen: „Wir investieren in die Betroffenen und werben über unseren Arbeitgeber-Service bei den Unternehmen um Akzeptanz für diese Personengruppe bei der Stellenbesetzung“, so Schittko und ergänzt, „denn das Potential der Langzeitarbeitslosen ist nicht zu unterschätzen“.

Dafür steht der Arbeitsagentur ein reichhaltiges Instrumentenpaket bereit: Von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen, Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zur bekannten Qualifizierung und dem Eingliederungszuschuss. Diese Förderungen bringen Bewerber und Arbeitgeber da zusammen, wo die Potentiale Übereinstimmung zum Arbeitsangebot signalisieren.

Langzeitarbeitslosigkeit mit Qualifizierung erfolgreich beenden oder verhindern – Das bringt weiter!
Ein zentraler Ansatzpunkt, um Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden oder sie zu beenden, ist aus Sicht der Arbeitsagentur eine nachhaltige Qualifizierung. Deswegen investierte die Halberstädter Arbeitsagentur im vergangenen Jahr rund 3,6 Millionen Euro allein in die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen. Auch im Jahr 2017 sind Haushaltsmittel in ähnlicher Höhe für Weiterbildungen und Umschulungen eingeplant. „Mit unseren Qualifizierungsangeboten setzen wir bereits sehr früh an, damit es möglichst gar nicht erst zur Langzeitarbeitslosigkeit kommt. Ob Jugendlicher, Geringqualifizierter, Berufsrückehrender oder Älterer – Weiterbildungen oder auch Umschulungen sind und bleiben Teil des Lebens und der Arbeitswelt. An ihnen kommt heutzutage im Berufsleben kaum noch jemand vorbei“, weiß die Agenturchefin.

Hierbei setzt die Arbeitsagentur auch die gemeinsame Initiative „Zukunftsstarter“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit erweiterten Fördermöglichkeiten für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss fort. Ziel der Initiative ist es, bis Ende 2020 bundesweit 120.000 jungen Teilnehmern zwischen 25 und 35 Jahren für eine Aus- und Weiterbildung mit Berufsabschluss zu gewinnen, um so deren Arbeitslosigkeit zu beenden. Aktuell sind im Landkreis Harz knapp 2.000 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Der überwiegende Teil von ihnen gehört zu der genannten Altersgruppe. Davon betreut die Arbeitsagentur zehn Prozent und die KoBa 90 Prozent.

Abschließend appelliert Heike Schittko an Arbeitgeber des Harzkreises mit Personalbedarf: „Geben Sie auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Wir werden ganz individuell für Ihr Unternehmen nach geeigneten Bewerbern suchen und die Arbeitsaufnahme begleiten und unterstützen. Hierzu zählen auch individuelle Qualifizierungsmaßnahmen. Sprechen Sie uns an. Unser Arbeitgeber-Service berät Sie hierzu gern.“

Den Kontakt für eine schnelle Beratung erhalten Arbeitgeber am besten über die kostenfreie Hotline 0800 4 5555 20 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr).
Interessierte Arbeitsuchende können einen Termin für ein Beratungsgespräch in der Arbeitsagentur telefonisch unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 00 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr) vereinbaren.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
Schwanebecker Str. 14
38820 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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