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Landkreis Harz: Immer mehr Beschäftigte in kleinen und großen Betrieben

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Beschäftigte nach Betriebsgröße im Landkreis Harz / Grafik: Agentur für Arbeit

Im Landkreis Harz entstehen vor allem in kleineren und größeren Unternehmen Jobs, während die Zahl der Beschäftigten in mittleren Betrieben sinkt.

Im Landkreis Harz und auch in Sachsen-Anhalt arbeiten immer mehr Menschen in kleinen und großen Betrieben. Gleichzeitig sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kleinst- und mittleren Unternehmen. Das zeigt eine Auswertung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) durch die Agentur für Arbeit Halberstadt.

Seit 2007 steigt Zahl der Beschäftigten in großen Betrieben um fast ein Fünftel
So arbeiteten im Juni 2007 im Harz noch 12.748 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Großbetrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern. 2015 waren es 15.250, also 19,6 Prozent mehr. Auch in den kleineren Betrieben mit 10-49 Beschäftigten arbeiten immer mehr Menschen. Im Juni 2015 waren es 21.453. Das sind über 1.800 Beschäftigte bzw. 9 Prozent mehr als 2007. Anders ist die Entwicklung bei den mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern. 2015 arbeiteten dort 21.394 Beschäftigte, das sind 2.020 bzw. 8,6 Prozent weniger als 2007.

Trotzdem prägen Klein- und Kleinstunternehmen weiterhin die Wirtschaftsstruktur
Trotz dieser Entwicklung prägen weiterhin Klein- und Kleinstunternehmen die Wirtschaftsstruktur des Harzkreises. Über 95 Prozent der Betriebe (rund 5.860) im Landkreis haben weniger als 50 Mitarbeiter. „Die kleinteilige Betriebsstruktur im Landkreis hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Während uns die Risiken der Weltkonjunktur, wie etwa die möglichen Brexit-Folgen, weniger treffen dürften, entwickelt sich die demografische Entwicklung zu einem echten Risikofaktor für die Existenz kleiner Unternehmen. Zum einen wegen ungeklärter Unternehmensnachfolgen und zum anderen wegen der zunehmenden Überalterung der Belegschaft. Mehr als jeder fünfte Beschäftigte im Harzkreis ist über 55 Jahre alt. Und gerade kleine Unternehmen brauchen bei der Personalplanung Unterstützung, weil sie in der Regel dafür keine Ressourcen haben. Zudem bewerben sich in diesen Unternehmen weniger Personen, sodass ihre Auswahlmöglichkeiten stark eigeschränkt sind“, sagte die Vorsitzende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Halberstadt, Heike Schittko.

3,7 Prozent der Harzer Unternehmen zählen zu den mittleren Betrieben (50 bis 249 Beschäftigte) und nur 0,6 Prozent aller Betriebe hat 250 oder mehr Beschäftigte und fällt somit in die Kategorie der Großbetriebe. Laut Statistik sind allerdings in diesem knapp einen Prozent der Betriebe über ein Fünftel der insgesamt 71.952 Beschäftigten zu finden.

Qualifizierungsberatung: Agentur für Arbeit Halberstadt unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Personalplanung
Frau Schittko verwies auf die im Arbeitgeber-Service speziell ausgebildeten Qualifizierungsberater. „Sie unterstützen kleine Unternehmen bei der Personalplanung und finden maßgeschneiderte Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung und Weiterqualifizierung vorhandenen Personals“, so Schittko weiter. Termine können unkompliziert über die kostenfreie Hotline für Arbeitgeber vereinbart werden [Service Rufnummer 0800 4 5555 20]. Viele Unternehmen im Landkreis Harz hätten den Service bereits genutzt.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
Schwanebecker Str. 14
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de

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