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Umweltbildung für Geflüchtete am Integrationszentrum Goslar

Umweltbildung Menschen - Foto Mareike Islar

Umweltbildung für geflüchtete Menschen / Foto von Mareike Islar

Was krabbelt denn da? Nationalpark Harz führt Umweltbildungsveranstaltung am Integrationszentrum Goslar durch

Goslar – Wernigerode. „Spinne!“, ruft Shakib voller Begeisterung. Wieder hat er ein deutsches Wort gelernt. Gemeinsam mit anderen Kindern macht sich der 12-jährige Junge auf dem Gelände des Integrationszentrums Goslar auf die Suche nach Bodentieren. Ausgestattet mit Pinsel und Becherlupen gehen schließlich sowohl Kinder als auch Eltern zwischen den Laubblättern auf Entdeckungstour. Sie staunen, wie viele unterschiedliche Tiere dieser Lebensraum beheimatet. Durchgeführt wird die Aktion vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Nationalpark Harz, einer bei vielen Schulen im Landkreis bekannten Umweltbildungseinrichtung.

Im Inneren eines der Gebäude ein ähnliches Bild: Bewohner, egal welchen Alters, untersuchen mit Hilfe von verschiedenen Mikroskopen Wasserlebewesen. RUZ-Lehrer Norbert Rinke hat zuvor eine Art „Mini-Labor“ aufgebaut, in dem in Ruhe beobachtet werden kann. Auch hier steht der vorsichtige Umgang mit den Wassertieren im Vordergrund.

„Tiere sind immer wieder faszinierend“, weiß Thomas Schwerdt, Leiter des RUZ, zu berichten und führt weiter aus: „Der Forscherdrang, insbesondere der Kinder, ist kaum zu bremsen. Eine hervorragende Grundlage, um das Naturverständnis in Deutschland zu verdeutlichen.“ Neben dem Entdecken lernen die Bewohner etwas zur Aufgabe der Tiere in ihrem Lebensraum. Dolmetscher helfen, die wichtige Bedeutung der Kleinlebewesen für die verschiedenen Ökosysteme zu verstehen.

Auch von Seiten des Integrationszentrums und des Landkreises Goslar wird die Aktion als rundum gelungen bezeichnet. „Dass es den Kindern großen Spaß bereitet, hatte ich erwartet“, so Mareike Islar, Dozentin der Integrationskurse, „aber auch die Eltern waren von den Becherlupen und Mikroskopen kaum mehr wegzubekommen. Es ist schön zu sehen, welch großes Interesse die Bewohner auch an der deutschen Flora und Fauna haben.“

Beide Einrichtungen sind sich einig, dass diese Form der Zusammenarbeit wiederholt und gefestigt werden soll.

Zum Ende des Vormittags hat sich Shakib genau die Stelle gemerkt, an der die Regenwürmer wieder freigelassen wurden. „Nicht treten!“, ruft er einem anderen Kind zu, als es etwas unachtsam durchs Laub läuft. Recht hat er.

PM:
Nationalpark Harz
www.nationalpark-harz.de

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