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Projekttag “Ein Tag Chef” am 9. Juni 2016

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Sophie Bolz und Lina Kalweit schauen der Geschäftsführerin Operativ, Konstanze Kube, während ihres „Cheftages“ über die Schultern. / Foto: Agentur für Arbeit Halberstadt

Ein Tag Chef – Eine Initiative der Wirtschaftsjunioren Wernigerode
„Ich möchte mal was zu sagen haben!“

Was zeichnet eine Führungskraft aus? Und was macht sie den ganzen Tag? Fragen, die sich viele Jugendliche auch im Zusammenhang mit ihrer Berufswahl und einer möglichen späteren Karriere stellen. Denn viele Jugendliche sind sich einig, dass sie später auch mal ihr eigener Chef sein wollen. Beim jährlichen Projekttag „Ein Tag Chef“ bekommen die Teilnehmer die Gelegenheit, einen Tag lang eine Führungskraft auf Schritt und Tritt zu begleiten. Sie erfahren etwas über Entscheidungsprozesse, Mitarbeiterführung und die „ganz gewöhnlichen“ Probleme im (Führungs-)Berufsalltag. Alle teilnehmenden Schüler informieren sich an diesem besonderen Tag bei „gestandenen Leuten“ über Ausbildungsmöglichkeiten, Karrierechancen und Selbständigkeit.

“Ein Tag Chef“ wurde kreisübergreifend von den Wirtschaftsjunioren Sachsen-Anhalts im Jahr 2009 ins Leben gerufen. Im Landkreis Harz öffneten am 9. Juni 2016 das Harzklinikum Dorothea-Christiane Erxleben, die Hasseröder Brauerei GmbH, die Plättner Electronik GmbH, die Rühlig Bürosysteme GmbH & Co. KG, die Sanitätshaus Liebe GmbH, die Stadtwerke Wernigerode GmbH und auch die Agentur für Arbeit Halberstadt ihre Führungsetagen. Elf Schüler im Alter zwischen 16 und 18 aus Wernigerode und Umgebung tauschten die Schulbank mit den Chefsesseln.

Ziel des Projekts ist es, dass Schulen und Wirtschaft in einen Dialog treten, um den Schülern einen besseren Einblick in die Arbeitswelt zu geben. Dabei organisieren die Wirtschaftsjunioren die Vermittlung zwischen den Jugendlichen und Unternehmen auf Basis von gewünschten Branchen und Berufsbildern. Dies soll dazu beitragen, dass Jugendliche ihre Berufsentscheidung nicht zufällig und nach dem “Hörensagen” treffen, sondern ihre Vorstellungen und Wünsche einer kritischen Prüfung unterziehen. Andererseits haben Unternehmen so die Chance, Nachwuchskräfte frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen und für spätere Führungspositionen zu begeistern. So macht “Ein Tag Chef“ Wirtschaft erlebbar und baut Brücken zwischen Schule und Berufsleben. Darüber hinaus bleiben erfahrungsgemäß einmal geknüpfte Kontakt zwischen Jugendlichen und Unternehmen oftmals über mehrere Jahre bestehen.

Bei der Rühlig Bürosysteme GmbH & Co.KG in Halberstadt begleiteten Benedikt Kunzmann, Kevin Rudolf Siebert und Erik Hofmann den Geschäftsführenden Gesellschafter Matthias Hentschel. Sie lernten das Unternehmen und dessen Geschäftskonzept kennen. Ebenso erhielten sie theoretische Grundlagen für eine spätere Geschäftsidee. On top gab es vom Geschäftsführer Hinweise zu Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen hierfür. Fazit der drei Schüler: Alles in allem war es ein schöner und lehrreicher Tag.

Am 9. Juni 2016 verbrachten gleich zwei Schülerinnen den „Cheftag“ in der Agentur für Arbeit Halberstadt. Sophie Bolz und Lina Kalweit (beide 17 Jahre) schauten einen Arbeitstag lang der Geschäftsführerin Operativ, Konstanze Kube, dem Geschäftsstellenleiter, Jörg Hesse, und der Teamleiterin der Arbeitsvermittlerin, Cornelia Bender, über die Schulter. Aus erster Hand erfuhren sie mehr über das „Chef-Sein“, nahmen an Mitarbeitergesprächen teil und verfolgten den ganz normalen Arbeitsalltag in der Führungsetage der Agentur. Einen strukturierten Stundenplan kennen die Gymnasiastinnen schon lange. Ähnlich durchgetaktet gestaltet sich der Terminplan von Konstanze Kube. Statt Mathe und Latein standen für Sophie und Lina an ihrem Tag als Chefinnen nun aber Themen wie „Controlling, Finanzanalysen oder Arbeitsmarktbeobachtung“ auf dem Plan. Beide Schülerinnen sind sich einig, nämlich dass es mehr von diesen Projekttagen, auch für die Abiturjahrgänge, geben sollte. Sie empfehlen anderen Schülern vor ihrer Berufswahl an Aktionen wie der Initiative “Chef für einen Tag” teilzunehmen, um die eigene Berufswahlentscheidung zu fördern oder zu bestärken.

Gerade für angehende Abiturienten ist es wichtig, die späteren Berufsperspektiven frühzeitig kennen zu lernen. Wir wollen mit unserer Beteiligung den Schülern „Ein Fenster zur Zukunft öffnen“. Damit möglichst viele Schüler erkennen, welche Möglichkeiten sich vor ihrer Haustür bieten. Denn auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) braucht zukünftig geeignete Führungskräfte und vielleicht entschließt sich der eine oder andere für eine Ausbildung oder ein Studium bei uns“, weiß Konstanze Kube, operative Chefin der Halberstädter Arbeitsagentur.

Neben der Ausbildung der Nachwuchsfachkräfte spielt die Gewinnung zukünftiger Führungskräfte für immer mehr Unternehmen eine wichtige Rolle. Denn nicht nur auf der Facharbeiterebene, sondern zunehmend auch in den Tätigkeitsbereichen für Hochschulabsolventen werden die Nachwuchssorgen größer. Zudem verlassen nicht wenige Jugendliche nach ihrem Abitur die Region. Meist für immer.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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