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Arbeitsagentur unterstützt Schwerbehinderte Menschen bei der Rückkehr in den Job – Probebeschäftigung zeigt Leistungsfähigkeit

Erfreulicherweise stieg die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen im Landkreis Harz leicht an. Eine aktuelle Auswertung der beschäftigungspflichtigen Unternehmen* der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass über 1.300 Menschen mit einer Schwerbehinderung in Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt waren. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl dabei lediglich um 59 Personen. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp fünf Prozent.

Leider erfüllen noch nicht alle Unternehmen im Landkreis die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote von 5,0 Prozent. Insbesondere private Unternehmen liegen mit 3,3 Prozent noch deutlich unter der Quote. „Uns ist wichtig, dass Arbeitgeber das Potential von Menschen mit Behinderungen erkennen und für sich nutzen. Oft bestehen Vorbehalte gegen die Beschäftigung von Menschen mit einem Handikap. Diese sind in vielen Fällen jedoch unbegründet. So können Firmen beispielsweise die Eignung für Tätigkeiten einfach durch ein Praktikum erproben. Diese Probebeschäftigung zeigt, welche Leistungsfähigkeit die Betroffenen besitzen“, informiert Heike Schittko, Vorsitzende der Geschäftsführung der Halberstädter Arbeitsagentur.

Aktuell sind im Landkreis Harz 250 Menschen mit Schwerbehinderung ohne Arbeit. Das sind drei Prozent aller arbeitslos gemeldeten Menschen. „Diese sind zumeist gut ausgebildet und hoch motiviert. Arbeitgeber, die sich diesem Personenkreis verschließen, lassen gutes Fachkräftepotential ungenutzt“, gibt die Agenturchefin zu bedenken. Vier von fünf schwerbehinderten Arbeitslosen verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Studienabschluss. Dennoch profitieren Menschen mit Handicaps nicht im gleichen Umfang vom Abbau der Arbeitslosigkeit. So schafften es seit Januar 2016 lediglich 22 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen, einen neuen Job auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt zu finden. Trotz des sehr guten Ausbildungsstandes und vielfältiger Fördermöglichkeiten gelingt es nur wenigen Arbeitslosen, eine neue Beschäftigung zu finden. Unternehmen, die schwerbehinderte Menschen einstellen wollen, können diese nicht nur vorab in einem Praktikum im Unternehmen testen. Darüber hinaus stehen bei der Einrichtung oder Neugestaltung des Arbeitsplatzes der Technische Beratungsdienst, die Rehabilitationsberater und eine Expertin im Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur beratend zur Seite. Die Kosten für notwendige Umbauten oder Einrichtungen des Arbeitsplatzes können durch den jeweiligen Reha-Träger übernommen werden.


* Arbeitgeber, die jahresdurchschnittlich monatlich über mindestens 20 zu zählende Arbeitsplätze verfügen, sind anzeigepflichtig und dazu verpflichtet, schwerbehinderte Menschen, ihnen gleichgestellte oder sonstige anrechnungsfähige Personen zu beschäftigen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt abführen.


PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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