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Musikalischer Blick auf Sachsen-Anhalts Bauwerke

Knud Seckel mit Neuenburg

Knud Seckel mit der Neuenburg / Foto: Archiv Minnesang.com

Der Sang der Alten Mauern – Bedeutende Bauwerke werden beim Falkensteiner Minneturnier vorgestellt

Beim Falkensteiner Minneturnier am 9. Juli auf Burg Falkenstein im Ostharz werden die Sänger bedeutende Bauwerke aus Sachsen-Anhalt vorstellen, die Stiftung „Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt“ unterstützt die Veranstaltung. Ein Dutzend großartiger Denkmäler des Mittelalters spielen eine Rolle im Programm „Der Sang der alten Mauern“. Die Sänger stellen die Geschichte der Bauten vor und suchen dazu passende Lieder.

Frank Wunderlich aus dem Odenwald präsentiert den Magedeburger Dom. Der Dom ist mit seinem Baubeginn im Jahre 1209 der erste nach gotischem Grundrisssystem angelegte Dombau auf deutschem Boden und hat internationalen Rang. Frank Wunderlich singt ein geistliches Lied der Begine Mechthild von Magdeburg, einer großen Mystikerin, die Sprachbilder des Minnesangs mit ihrer ganz eigenen erotisch aufgeladenen religiösen Poesie verband.

Knud Seckel aus Alsbach präsentiert die Neuenburg, diesen Prachtbau aus der Zeit der großen Thüringer Landgrafen. Von der Fläche übertrifft sie die gefeierte Wartburg bei weitem: Hier empfing der große Mäzen der Minne- und Ependichtung Landgraf Hermann die Sänger und Dichter, auch Elisabeth von Thüringen war oft zu Gast. Inzwischen wurde die Burg liebevoll restauriert, sie überragt den Weinbau-Ort Freyburg an der Unstrut. Knud Seckel wird die Burg mit einem Tagelied des von Landgraf Hermann geförderten Dichters Wolfram von Eschenbach vorstellen.

Thomas Schallaböck aus Salzburg präsentiert den Dom zu Halle – mit Worten des Dominikaners Thomas von Aquin und einem Lied der fahrenden Scholaren. Der an einem Saalearm am Rande der Altstadt von Halle gelegene Sakralbau ist ursprünglich eine Gründung der Dominikaner. Dieser Bettelorden veranlasste kurz nach seiner Ansiedlung im Jahr 1271 die Errichtung der turm- und querhauslosen Hallenkirche, nach dem Magdeburger Dom der wichtigste Sakralbau im Erzbistum Magdeburg.

Der Sänger Olaf Casalich aus Hamburg wurde bekannt als Frontman der einflussreichen Folk-Rockband Ougenweide. Olaf Casalich stellt den Dom zu Havelberg vor, den alten Bischofssitz mit Verbindungen zu den Brandenburger Herren. Darunter auch Otto von Brandenburg, der Minnesänger, der von einem Pfeil im Kopf getroffen wurde und damit ein Jahr lang herumlief, bevor er ihm entfernt werden konnte. Olaf Casalich singt ein Winterlied von „Otto mit dem Pfeile“ aus der Manessischen Liederhandschrift.

Robert Schuchardt, erstmals auf dem Falkenstein dabei als Sieger eines Vorab-Wettbewerbes, präsentiert Schloss Goseck. Das Schloss liegt zwischen Naumburg und Weißenfels und erhebt sich auf einem Steilhang über dem Saaletal. Als „Gozacha zivitas“ wird es bereits im 9. Jahrhundert als Grenzburg erwähnt. Es war die Stammburg der Pfalzgrafen von Sachsen, 1041 erfolgte dort die Gründung eines Benediktinerklosters. Mit dem geistlichen Gesang „Uterus hodie“ erinnert Robert Schuchardt ans klösterliche Leben auf Goseck.

Auch weitere Bauwerke, die die Stiftung am Leben erhält, spielen eine Rolle im Programm: Die Eckartsburg, das Kloster Michaelstein, die Bernburg und natürlich auch die Konradsburg und der Falkenstein selber. Die Sänger im Wettbewerb werden von mittelalterlichen Instrumentalisten begleitet, neben dem Hauptpreis der Burgherrin wird auch ein Publikumssieger bestimmt.

Wie in den letzten Jahren wird es an dem Wochenende ein Rahmenprogramm geben. Vor dem eigentlichen Turnier, das um 19.30 Uhr beginnt, gibt es ab 16 Uhr ebenfalls auf der Burg Falkenstein eine Veranstaltung unter dem Titel „Ach, wie romantisch!“. Zu Harfenklänge und Gesang des Siegers von 2014, Holger Schäfer, erzählt Joachim Schymalla (Museum Burg Falkenstein) von der Vielfalt der Baudenkmäler in Sachsen-Anhalt. Am Sonntag wartet um 11 Uhr eine Matinée auf der Konradsburg unter dem Titel „Spruchgesang und Sachsenspiegel“ (mit Vorjahressieger Hans Hegner).

Tickets fürs Minneturnier kosten 18 Euro, die Begleitveranstaltungen kosten je 5 Euro, das Kombiticket für alle drei Veranstaltugen 25 Euro. Bestellung unter 05671-925355, bei www.minnesang.com oder auf Burg Falkenstein.

PM:
Dingo Musik und Theater e.V.
Dr. Lothar Jahn
www.lothar-jahn.de
www.minnesang.com

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