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Arbeitsmarktdaten zum Tag der Arbeit am 1. Mai: Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, aber Teilzeit auf dem Vormarsch

Harz: Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, aber Teilzeit auf dem Vormarsch
Weniger Menschen beziehend ergänzend zum Erwerbseinkommen Arbeitslosengeld II. Die Bedeutung von Minijobs hat tendenziell abgenommen. Ein möglicher Grund: Der Mindestlohn.

Arbeitsagentur veröffentlicht Arbeitsmarktdaten zum Tag der Arbeit
Erfreulicherweise ist die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Landkreis Harz insgesamt stark rückläufig. „Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt von knapp 24.300 um 64 Prozent auf aktuell unter 8.500 Personen gesunken“, stellt Konstanze Kube, Geschäftsführerin der Halberstädter Arbeitsagentur fest. Anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai nimmt die Halberstädter Arbeitsagentur die Entwicklung der Beschäftigungsverhältnisse einmal unter die Lupe.

Vollzeitjobs gehen zurück – Teilzeit legt deutlich zu
Diese Entwicklung hat natürlich auch demografische Gründe. Ein großer Teil der Arbeitslosen scheidet aus dem Erwerbsleben aus und wechselt in den Ruhestand. Gleichzeitig fanden vermehrt Menschen eine neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Aktuell gehen im Landkreis über 72.900 Männer und Frauen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigte nach, davon mehr als 53.600 in Vollzeit. Insgesamt ist im Zeitraum der letzten fünf Jahre die Zahl der beitragspflichtig Beschäftigten im Landkreis Harz um 2,1 Prozent gestiegen. Zuwächse gab es bei genauer Betrachtung in dem Zeitraum nur bei der Teilzeitbeschäftigung. Auf das Konto der Vollzeitbeschäftigten kommt ein Minus von 2.300 Personen. Die Teilzeitbeschäftigung stieg im Zeitraum von September 2010 bis September 2015 um knapp 40 Prozent bzw. 5.400 Beschäftigte. Deren Anteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von 19,5 auf 26,5 Prozent.

Mindestlohn lässt Minijobs und „Aufstocker“ schmelzen
Positiv sind die Rückgänge bei den Minijobs (ausschließlich geringfügig Beschäftigte) und den sogenannten „Aufstockern“ (Erwerbstätige, die zum Arbeitsentgelt ergänzend Arbeitslosengeld II vom Jobcenter erhalten) zu werten. Die wachsende Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter sowie die Einführung des Mindestlohnes führten zu einem erfreulich rückläufigen Trend. „Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ging zwischen 2010 und 2015 um rund 1.300 Personen auf unter 8.000 Beschäftigte zurück. Gleichzeitig sank die Zahl der erwerbstätigen Leistungsbezieher um knapp 18 Prozent auf unter 4.600. Hier zeigt sich, dass sich der im letzten Jahr eingeführte Mindestlohn positiv auf die Beschäftigung und den ergänzenden Leistungsbezug auswirkt“, informiert Kube. Bei der Einführung des Mindestlohns wurden Minijobs häufig in sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Insbesondere in den typischen Mindestlohnbranchen wie etwa der Gastronomie, dem Taxigewerbe oder dem Verkauf fällt das auf. „Zudem rechne ich in diesem Jahr mit einer stabilen Beschäftigungssituation. Maßgeblich dafür sind die wachsenden Ersatzbedarfe der aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeiter. Dies ermöglicht arbeitslosen Menschen neue Perspektiven und Beschäftigungschancen auf dem Harzer Arbeitsmarkt. Und gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung sind die beste Form der Fachkräftesicherung“, weiß die stellvertretenden Agenturchefin.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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