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Die einen kommen und die anderen gehen: 5.600 Arbeitslose aus dem Harzkreis fanden im letzten Jahr einen neuen Job

Die einen kommen und die anderen gehen: 5.600 Arbeitslose* aus dem Harzkreis fanden im letzten Jahr einen neuen Job – Zugang und Verbleib von Arbeitslosen

Halberstädter Arbeitsagentur informiert, wo Jobs endeten und neue Beschäftigungen entstanden, welche Branche suchte, wer seine Arbeit verlor und wer gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

Die Bewegung am Arbeitsmarkt folgt im Jahresverlauf saisonbedingt einer gewissen Kurve. Das ist auch im Landkreis Harz so. Neue Jobs und gute Einstellungschancen für Arbeitslose gibt es besonders im Frühjahr von März bis Mai und nach der “Sommerpause” im September. Spiegelbildlich ist es in den kalten Wintermonaten dann eher schwierig. Von Ende November bis Ende Januar werden etliche Beschäftigte entlassen. “Der Markt ist immer in Bewegung. Das zeigt auch die Dynamik, mit der die Harzer Unternehmen, je nach Marktlage, ihr Personal einstellen oder entlassen”, weiß Geschäftsführerin Konstanze Kube.

5.600 ehemals arbeitslose Kunden der Halberstädter Arbeitsagentur konnten im letzten Jahr eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufnehmen. Das geht aus den neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Im Jahr zuvor hatten noch 6.000 einen Job angetreten. Fast 94 Prozent der im vergangenen Jahr begonnenen Beschäftigungsaufnahmen waren reguläre Jobs und damit sozialversicherungspflichtig.

Baugewerbe und Arbeitnehmerüberlassung stellten am meisten ein
Größte aufnehmende Branche war das Baugewerbe. Über 850 ehemals arbeitslose Kunden der Arbeitsagentur fanden dort einen neuen Job. Fast genauso beschäftigungsintensiv war und ist auch die Arbeitnehmerüberlassung. Dort fanden knapp 850 Arbeitslose eine Beschäftigung. Auf den weiteren Rängen folgten mit Abstand dann das verarbeitende Gewerbe mit mehr als 610 Einstellungen und das Gastgewerbe mit fast 530. Insbesondere im Bau- und Gastgewerbe spielen saisonale Faktoren eine erhebliche Rolle. “Zeitarbeit ist mittlerweile eine etablierte Beschäftigungsform. Die Branche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region mit einer hohen Aufnahmebereitschaft. Zudem bietet sie gerade Arbeitslosen eine Brücke in eine Beschäftigung”, informiert Kube.

Die meisten Entlassungen erfolgten im Bau- und im verarbeitenden Gewerbe
Im Jahr 2015 wurden knapp 7.300 Männer und Frauen entlassen, die sich bei der Arbeitsagentur arbeitslos meldeten. Das waren rund 400 weniger als ein Jahr zuvor. “Das spiegelt den robusten Harzer Arbeitsmarkt wider. Insgesamt sind die Beschäftigungsverhältnisse stabiler geworden. Die Personalverantwortlichen in den Unternehmen nutzen Entlassungen in der Regel nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Insbesondere dann, wenn es um Fachkräfte geht. Das gilt zunehmend auch für saisonabhängige Branchen”, kommentiert Kube die Entwicklung. Die meisten Kündigungen gab es im Baugewerbe. Hier verloren mehr als 1.100 Beschäftigte ihren Job, jedoch über 16 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Danach folgte die beschäftigungsstärkste Branche – das verarbeitende Gewerbe – mit rund 1.000 Entlassungen. Knapp 860 Männer und Frauen aus der Arbeitnehmerüberlassung wurden gekündigt und über 810 im Gastgewerbe.

75 Prozent sind nach 6 Monaten und 60 Prozent auch nach einem Jahr noch beschäftigt
Die meisten Arbeitslosen, die einen neuen Job finden, behalten diesen auch länger. “Erfreulich ist, dass neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse insgesamt stabiler werden. 75 Prozent der neu eingestellten Beschäftigten sind nach einem halben Jahr und knapp 60 Prozent auch nach einem Jahr noch immer im Job. Das ist ermutigend”, freut sich die Geschäftsführerin. Bei den Beschäftigungsaufnahmen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung fallen die Quoten nicht ganz so hoch aus. Demnach sind nach einem halben Jahr etwa 71 Prozent und nach einem Jahr knapp 58 Prozent noch in Arbeit.

Die Beschäftigungsdauer variiert allerdings auch zwischen den Geschlechtern. Zwölf Monate nach der Arbeitsaufnahme sind knapp 63 Prozent der Frauen noch in Lohn und Brot. Bei den Männern gilt dies nur für 58 Prozent. Das liegt u. a. daran, dass Männer häufig in Außenberufen wie dem Bau sowie der Land- und Forstwirtschaft arbeiten und meist in den Wintermonaten entlassen werden.

Ferner spielt das Alter eine Rolle. Rund 61 Prozent der Jüngeren unter 25 Jahre sind nach einem Jahr noch in Arbeit. Bei den Älteren über 55 Jahre sind es hingegen nur 50 Prozent. “Sind Ältere erstmal in die Arbeitslosigkeit geraten, werden diese leider oft häufiger wieder arbeitslos”, kommentiert Kube die aktuellen Daten abschließend.

Übrigens erfolgen über 80 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsaufnahmen im eigenen Landkreis. Menschen finden also mehrheitlich wohnortnah einen neuen Job und müssen nicht in andere Regionen oder Bundesländer pendeln. Auch das ist Beleg für eine gestiegene Beschäftigungsstabilität im Landkreis Harz. Die vollständige statistische Auswertung ist unter folgendem Link kostenfrei zum download eingestellt: www.statistik.arbeitsagentur.de

* Nur arbeitslose Kunden, die durch die Agentur für Arbeit Halberstadt betreut wurden, ohne Kunden des kommunalen Jobcenters (KoBa Landkreis Harz).

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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