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Integration von geflüchteten Menschen in den Harzer Arbeitsmarkt

Zahl ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zum Vorjahr gestiegen
Integration arbeitsloser geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt ist möglich – Deutsch ist dafür eine Voraussetzung, dies braucht aber Zeit

Auch der Harzer Arbeitsmarkt braucht ausländische Arbeitnehmer, um so die demografisch bedingt immer größer werdenden Lücken durch Altersabgänge in den Betrieben und fehlenden Nachwuchs teilweise ausgleichen zu können. Das belegen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Im Juni letzten Jahres waren im gesamten Landkreis Harz von den insgesamt knapp 72.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 1.185 ausländische Arbeitnehmer beschäftigt. Das war zum Vorjahr eine Steigerung von mehr als 260 Personen bzw. über 28 Prozent. Insgesamt lag der Anteil der ausländischen Beschäftigten im Landkreis Harz jedoch nur bei 1,6 Prozent (Sachsen-Anhalt: 2,1 Prozent, Deutschland: 9,5 Prozent). „In Anbetracht vieler freier Lehrstellen, wachsender Fachkräftebedarfe und alternder Belegschaften bieten uns die geflüchteten Menschen eine Chance, unseren heimischen Arbeitsmarkt zu stärken“, so Heike Schittko, Chefin der Halberstädter Arbeitsagentur zu den aktuellen Daten.

Chancen, den Arbeitsmarkt weiter zu stärken, bieten auch die derzeit arbeitslosen Ausländer, die bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter gemeldet sind. Mit Stichtag Januar 2016 waren dies im Landkreis Harz jedoch nur 192 arbeitslose Ausländer. Etwa jeder vierte von ihnen kommt aus den sogenannten Asylzugangsländern wie zum Beispiel Syrien, Irak, Afghanistan oder Eritrea. Innerhalb der letzten 12 Monate hat sich deren Zahl kaum verändert, da der Landkreis Harz aufgrund der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt bis vor einer Woche nur in wenigen Fällen geflüchtete Menschen dauerhaft aufgenommen hat. Deshalb ist der Anteil der arbeitslosen Ausländer an allen Arbeitslosen mit 2,0 Prozent Ende Januar 2016 vergleichsweise sehr gering (Landesdurchschnitt von Sachsen-Anhalt derzeit bei 5,5 Prozent, bundesweit bei über 21 Prozent).

Viele dieser arbeitslosen Männer und Frauen verfügen über keinen dem deutschen Bildungssystem entsprechendem Berufsabschluss. „Sprache und Ausbildung sind jedoch wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Integration. Wir beraten daher frühzeitig über mögliche Ausbildungen, Qualifizierungen und andere Maßnahmen mit dem Ziel, sie als Erwerbstätige für unsere Region zu gewinnen. Dabei gilt es im Zusammenspiel aller Netzwerkpartner die hohe Motivation der Geflüchteten zu nutzen und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren – auch wenn dies eine gewisse Zeit brauchen wird“, so Schittko.

PM:
Agentur für Arbeit Halberstadt
38817 Halberstadt
www.arbeitsagentur.de/halberstadt

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