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Umweltsünden des Harzer Bergbaus – Vortrag in Woffleben am 4. Februar 2016

Frankenscharrnhütte um 1840

Die Frankenscharrnhütte bei Clausthal-Zellerfeld um 1840 – eine der gravierendsten Schwermetallquellen im Oberharz. Kolorierte Lithographie nach einer Zeichnung von Wilhelm Ripe.

Umweltsünden des Bergbaus im Harz – Über die Flüsse bis in die Nordsee – Arsen und Schwermetalle im Harz – Altlasten mit unsichtbaren Gefahren und ansehnlicher Flora

Woffleben. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen. Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr. Doch für die Umwelt hat er bis heute gravierende Folgen: die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet. Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert – im Landkreis Osterode am Harz kommt noch Arsen hinzu. Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt, in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie über die Harzer Flüsse bis in die Nordsee. Viele Schwermetalle reichern sich in Tieren und Pflanzen an, wirken giftig und können sogar Krebs auslösen – doch einige Pflanzen haben sich angepasst und sind in der Lage, mit den hohen Schwermetallgehalten zu koexistieren. Sie tragen in der Harzer Mundart so klangvolle Namen wie Hüttenblume oder Kupferblümchen.

Ein Vortrag des Geologen Dr. Friedhart Knolle am Donnerstag 4. 2. 2016 in der Gaststätte Jägerhof in Woffleben (Landkreis Nordhausen) um 18.30 Uhr.
Eintritt: 2,50 €
Veranstalter ist der Verein „Glück Auf“ Thüringer Südharz e.V.

PM:
Dipl.-Ing. Manfred Lischke
Am Sportplatz 1
99755 Woffleben

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