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Allstedter Thomas-Müntzer-Weg vor der Eröffnung

Das Themenjahr 2015 der Reformationsdekade steht unter dem Motto “Bild und Bibel”. Am Ende des letzten Jahres wurde die neu konzipierte Thomas-Müntzer-Dauerausstellung mit dem Titel “1523-Thomas Müntzer. Ein Knecht Gottes” auf Burg & Schloss Allstedt feierlich eröffnet, um dem Mann ohne Gesicht ein Gesicht zu geben.

Thomas Müntzer war Theologe und Reformator, der mit seinen Schriften und Drucken das Reformationsgeschehen nachhaltig beeinflusste. Von März 1523 bis August 1524 war er Pfarrer an der Neustädter St. Johanniskirche in Allstedt. Die kleine Stadt wurde von Müntzer auserkoren, um die “auserwählte Gemeinde” aufzubauen. Er feierte als erster Reformator überhaupt einen Gottesdienst komplett in deutscher Sprache und schrieb Gottesdienstordnungen für den Alltag sowie für die Sonn- und Feiertage. Scharenweise kamen die Leute aus der Nachbarschaft nach Allstedt, um ihn zu hören. Auf Burg & Schloss Allstedt hielt er am 13. Juli 1524 seine berühmte Fürstenpredigt vor Herzog Johann dem Beständigen und dessen Sohn Johann Friedrich. In ihr prangerte er die Herrschaftsordnung als nicht gottgewollt an.

Der authentische Ort dieser bedeutenden Predigt ist bis heute auf Burg & Schloss Allstedt erhalten geblieben: die ehemalige Hofstube. Doch nicht nur Burg & Schloss Allstedt ist ein authentischer Ort des Wirkens von Thomas Müntzer. Um den Besuchern und Besucherinnen der Stadt Allstedt jene nicht vorzuenthalten wurde von der Museumsleitung ein Projekt ins Leben gerufen, das die Orte miteinander verbinden soll: “Allstedter-Thomas-Müntzer-Weg”. Das Projekt konnte dank der finanziellen Hilfe von der Sparkasse Mansfeld-Südharz und des Landkreises Mansfeld-Südharz realisiert werden.

Der Weg wird am 24. November 2015 feierlich in Allstedt eingeweiht. Am Wigbertiturm, einer der vier Stationen des Weges, wird der Ausklang der feierlichen Eröffnung vollzogen und der Weg offiziell eingeläutet werden. Seit kurzer Zeit ist nämlich die Glocke des alterwührdigen Wigbertiturms wieder zu hören. Der angebliche Wohnturm Müntzers, in dem die erste Thomas-Müntzer-Gedenkstätte in Allstedt eingerichtet worden ist, soll wieder zum Leben erweckt werden.

Im Vordergrund steht vorerst eine sichere Zugangs- und Aufstiegsmöglichkeit in den Turm, so dass für interessierte Besucher nach Absprache mit der Museumsleitung oder bei geplanten Führungen auf dem “Allstedter-Thomas-Müntzer-Weg” der historische Bezug noch näher gebracht werden kann. Weiterhin soll den Gästen auch ein ordentlicher und sauberer Anblick im Inneren der gesamten Anlage und im Turm selbst geboten werden.

PM:
Adrian Hartke
Harald Blesse

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