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10 gute Vorsätze für einen naturfreundlichen Garten für Rotkehlchen, Igel und Co für 2015 – NABU gibt Tipps

Tagpfauenauge Erdhummel

Tagpfauenauge und Erdhummel gehören zu den dankbaren Gästen auf der Blumenwiese / Foto: Walter Wimmer

In der kalten Jahreszeit ruft der NABU alle Gartenbesitzer auf, das kommende Jahr zu nutzen, um ihren Garten – ganz gleich, wie groß, ganz gleich, ob er ein halber Park oder nur ein Hof von wenigen Quadratmetern ist – in eine Zuflucht für Wildtiere des Siedlungsraums zu verwandeln. Walter Wimmer, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg, sagte: „Jeder noch so kleine Garten kann viel mehr Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten, als Gartenbesitzer gemeinhin annehmen.“ Deshalb stellt er 10 gute Vorsätze für einen naturgerechten Garten vor, die er allen Hobbygärtnern ans Herz legt: 

  • Vorsatz 1: Bau und Anbringung von Nistkästen für Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeise, Sumpf-, Weiden- und Haubenmeise, Trauerschnäpper, Star, Zaunkönig, Kleiber; für Halbhöhlenbrüter wie Grauschnäpper, Bachstelze und Rotschwänzchen.
  • Vorsatz 2: Bau und Anbringung von Nistbrettchen für Mehl- und Rauchschwalben an Gebäuden, von besonderen Nistkästen für Mauersegler an höheren Wänden.
  • Vorsatz 3: Schaffung von einfachen Nisthilfen für Hummeln und solitär lebende Wildbienen.
  • Vorsatz 4: Bau und Anbringung von Fledermauskästen als Tagesquartiere und Wochenstuben für Fledermäuse an Bäumen oder Gebäuden.
  • Vorsatz 5: Anlage einer naturnahen, artenreichen Wiese für Schmetterlinge und andere Insekten, die auch Nahrungsquelle für Fledermäuse sind.
  • Vorsatz 6: Bau und Aufstellung einer Igelburg aus Holz, die, mit Laub und Reisig abgedeckt, ideales Quartier für Igelmütter ist, in der diese die Jungigel zur Welt bringen, und Winterquartier in der dunklen Jahreszeit.
  • Vorsatz 7: Anlage eines kleinen Teiches als Vogeltränke, Lebensraum für Frösche, Kröten, Molche und Libellen.
     
  • Vorsatz 8: Pflanzung einer Bruthecke für strauchbrütende Vogelarten aus standortgerechten, heimischen Gehölzen.
  • Vorsatz 9: Schaffung von „Brutampeln“ aus Zweigen, die Bruttaschen bilden für Zaunkönig, Rotkehlchen und andere Gehölzbrüter.
  • Vorsatz 10: Bau und Anbringung von speziellen Nistkästen für Wald- und Gartenbaumläufer, die direkt mit offener Vorderseite an grobrindigen Stämmen angebracht werden müssen. Die Baumläufer laufen am Stamm empor, um mit ihrem pinzettenförmigen Schnabel kleine Spinnen und Insekten aus der Rinde zu ziehen, und brüten in diesen speziellen Nistkästen, die mit seitlichen Eingangsschlitzen versehen sind.

Alle Maßnahmen lassen sich mit etwas Geschick leicht umsetzen und werden jedem naturbegeisterten Gartenbesitzer und Kleingärtner schnell Freude bereiten, wenn sich die ersten tierischen Besucher einstellen, so Walter Wimmer – deshalb sind sie darauf ausgelegt, ohne großen Aufwand umgesetzt werden zu können. Wenn viele mitmachen, könnten viele Tausend Quadratmeter Schmetterlingswiese, tausende Tümpel für den Froschkönig, Zehntausende Nistkästen und Bruthecken geschaffen werden.

Der NABU gibt daher Tipps in einer 30-seitigen Bauplansammlung für Nisthilfen und der Broschüre „Gartenlust“. Dieses Infopaket kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg.

 
PM:
Walter Wimmer
Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Walter.wimmer@nabu-niedersachsen.de

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