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7. September 2014: Arsen und Kobalt an der Oker – Sonntagsspaziergang mit dem BUND entlang von Goslarer Altlasten

Kupferhaltige Schlacken des Okerdamms BUND Westharz

Kupferhaltige Schlacken im Okerdamm am Südende der Altlast Halberstädter Straße in Oker. Foto: BUND Westharz.

Arsen und Kobalt an der Oker – Entlang von Altlasten der Gebr. Borchers AG, Preussag und Fa. Grillo Zinkoxid – die dunkle Seite der idyllischen Oker – Sonntagsspazierung mit dem BUND-Geologen Dr. Friedhart Knolle am 7. September 2014, 14 Uhr

Goslar-Oker. Der BUND-Regionalverband Westharz lädt für den kommenden Sonntag, 7. September 2014, zu einem spannenden Spaziergang entlang der Altlasten der Oker im Goslarer Stadtteil Oker ein. Selbst mancher Einheimische ist überrascht, wenn man ihm mitteilt, dass hier unmittelbar an der Oker eine kritische Altlast mit einem Volumen von 230.000 Kubikmeter liegt, die bisher völlig unsaniert ist. Im Talbereich der Oker, teilweise sogar im Überflutungsbereich des Flusses, haben hier die Firmen Gebr. Borchers AG, die seinerzeitige Preussag und auch die Fr. Grillo Zinkoxid Schwermetallschlämme und andere Produktionsabfälle wie Schlacken abgekippt.

Im letzten Jahrhundert machten diese kritischen Altlasten in den Medien Furore, denn nach den der Stadt Goslar und dem Landkreis Goslar vorliegenden Gutachten weisen die Sonderabfälle teilweise extrem hohe Arsengehalte auf – bis über 26 % (!!) wurden gemessen, daneben auch andere Metalle wie Blei, Kobalt, Kupfer, Zink, Nickel, Molybän oder Chrom. Es ist ein Skandal, dass diese Deponie bis heute nicht saniert ist, denn jährlich sickern 1,4 Kilogramm Arsen und 36 Kilogramm Kobalt in das Grundwasser der Oker und fließen über Vienenburg weiter nach Wolfenbüttel und Braunschweig.

Auszüge aus den Gutachten und weitere Materialien wird der Referent Dr. Friedhart Knolle, der in diesem Sinne die Oker einmal anders präsentieren wird, vor Ort bereithalten, sodass sich jeder Teilnehmer ein eigenes Bild machen kann.

Treffpunkt und -zeit: Die Tour startet um 14 Uhr an der alten Natronag, Wolfenbütteler Str. 46 in Goslar-Oker, und dauert ca. 2 Stunden. Nach der Wanderung besteht die Möglichkeit, die Baustelle der derzeit laufenden Sanierung der sog. Sandbank in der Oker zu besichtigen. Für die Teilnahme wird keine Gebühr erhoben.

PM:
Dr. Friedhart Knolle
BUND Westharz

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