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Grundschulschließungen in Sachsen-Anhalt – leider keine Verschwörungstheorie

Kampf um die Erhaltung der Grundschule

Der Einsatz für den Erhalt der Grundschulen auf dem Land erfordert Mut und ist auch auf die Solidarität der Stadtbewohner angewiesen.

Wir leben in interessanten Zeiten. Was gestern noch als Verschwörungstheorie galt, ist heute oftmals schon Wirklichkeit. Wer vor zwei Jahren behauptete, daß die Geheimdienste alle Internetdaten mitschneiden und speichern, wurde als Spinner bezeichnet. Heute sind diese Informationen Allgemeinwissen.
Wer vor einem Jahr behauptete, daß in Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren mehr als 100 Grundschulen schließen werden, setzte sich ebenfalls der Gefahr aus, nicht ernst genommen zu werden. Heute sieht auch in diesem Fall die Situation anders aus – und immer mehr Menschen sind bereit, der Realität ins Auge zu sehen und sich für Veränderungen einzusetzen.

Wir leben in einem Land und in einer Zeit, wo Politiker in aller Öffentlichkeit ohne Widerspruch verkünden können, daß sie dem Wunsch des Volkes nicht nachgeben dürfen. Sie sollten sich daher keiner Illusion hingeben – die Frage der Grundschulschließungen wird vermutlich nicht auf parlamentarischem Wege entschieden werden. Schließlich gibt es Partikularinteressen, welche von den Schließungsplänen profitieren – denn sonst gäbe es diese ja nicht. Diese Interessengruppen haben zwar nicht das Wohl der Menschen im Blickpunkt, dafür aber umso mehr Einfluß in der Politik.

Dem Willen des Volkes zu entsprechen wäre Populismus – und dieser gehört mit zu den schlimmsten Vorwürfen, welchen man einem Politiker machen kann. Aus diesem Grund werden die Regierenden in Magdeburg versuchen, auch diese Petition zu ignorieren. Wir leben schließlich in einer Demokratie und nicht in der Schweiz.

Je mehr Menschen jedoch ihre Unterschrift unter eine Petition setzen, desto schwieriger wird es für die Obrigkeit, dem entsprechenden Thema auszuweichen. Jeder Name ist ein kleiner Nadelstich, welcher die Komfortzone der Politiker stört und sie zu einer Reaktion zwingt. Bei einer entsprechenden Masse werden diese den Anschein von Gesprächsbereitschaft erwecken. Hier besteht die Möglichkeit, daß der Politik Fehler unterlaufen und sie auf Teile der Forderungen eingeht. Des Weiteren führt das Verhalten der Herrschenden den Menschen im Land vor Augen, wie mit den Problemen Anderer umgegangen wird. Für die Obrigkeit kann auch das gefährlich werden, denn „Schlafende“ lassen sich besser lenken und leiten. Eine Bitte (Petition) an die Regierung ist daher nicht sinnlos. Es ist noch nicht einmal entscheidend, ob die gewünschte Anzahl der Unterschriften erreicht wird.

Als Mitzeichner einer Petition outen Sie sich als renitenter Bürger. Das erfordert auch eine gewisse Portion Mut, denn es ist nicht absehbar, was die Obrigkeit in der Zukunft mit den übermittelten Daten macht. Es handelt sich also um mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis. In Foren liest man daher oft, daß viele Menschen aus Angst vor Repressionen keine Petitionen unterschreiben. Lassen Sie ihr Leben nicht von Gefühlen wie Angst beherrschen! Denken Sie daran, daß Sie sich auch ihre Freiheit täglich neu erkämpfen müssen. Dazu gehört auch, Ängste zu überwinden.

Wenn Sie die Online-Petition für ein Schulschließungs-Moratorium in Sachsen-Anhalt noch nicht unterschrieben haben, dann tun Sie es jetzt. Dies gilt in besonderem Maße auch dann, wenn Sie z.B. als Einwohner einer größeren Stadt nicht unmittelbar die Auswirkungen der Schulschließungspläne zu spüren bekommen sollten. Zeigen Sie mit einer Unterschrift Solidarität mit den betroffenen Grundschulkindern und deren Angehörigen. Zwingen Sie die Landesregierung zu einer Reaktion und stellen Sie Öffentlichkeit für das brisante Thema her. Seien Sie der Schmetterling, der in Magdeburg einen Orkan auslösen wird!

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