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Petition für ein Schulschließungsmoratorium für Sachsen-Anhalt

School's out forever

School’s out forever

Schon seit längerer Zeit plant die Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Schließung kleiner Grundschulen, welche eine von ihr festgelegte Mindestschülerzahl nicht erreichen. Fast ebenso lang wehren sich die betroffenen Eltern und andere Bürger gegen diese Pläne (siehe z. B. hier, hier und hier).

Im vorigen Jahr startete das Aktionsbündnis “Grundschulen vor Ort” eine diesbezügliche Petition. Am 9. Januar 2014 fand vor dem Petitionsausschuß des Landtages in Magdeburg eine Anhörung zu diesem Thema statt. Doch der Wunsch und die Argumente der betroffenen Menschen hinderte die Landesregierung bisher nicht, ihre Pläne unverdrossen weiter zu verfolgen, Schritt für Schritt umzusetzen und so allmählich vollendete Tatsachen zu schaffen.

Die Zeit zum Handeln läuft ab. Das genannte Aktionsbündnis fordert von der Regierung in Magdeburg ein Schulschließungsmoratorium. Damit soll der eingeleitete Prozeß angehalten werden. Sie können dieses Anliegen unterstützen – z.B., indem Sie die zu diesem Zweck gestartete Petition unterzeichnen.

Die Deutschen haben das Recht, die Herrschenden bitten zu dürfen. Eine Petition ist eine solche Bitte. Sie stellt damit eine nicht unwesentliche Form der gegenwärtigen Teilhabe der Normalbevölkerung am politischen Gestaltungsprozeß dar. Die Regierenden können einer Bitte stattgeben oder auch nicht. Möglicherweise gibt es im Volk in Zukunft einmal andere Vorstellungen, was die Art und Weise politischer Mitbestimmung betrifft.

Von einer Petition sollten Sie keine Wunder erwarten, doch sinnlos ist sie dennoch nicht. Sie zeigen in diesem Fall der sachsen-anhaltinischen Landesregierung, dass Sie mit den geplanten Schulschließungen nicht einverstanden sind. Gleichzeitig sehen alle Betroffenen und Aktivisten, dass sie nicht allein sind, sondern ein großer Teil der Bevölkerung hinter ihnen steht. Es ist schließlich nicht unwichtig, sich seiner eigenen Macht und Größe bewußt zu werden.

Auf der Website des Aktionsbündnisses “Grundschulen vor Ort” finden Sie übrigens ausführliche Modellrechnungen, Beispiele und Hintergründe, welche aufzeigen, dass Grundschulen mit altersdurchmischtem Lernen (z.B. 1. und 2. Schuljahr in einer Klasse) in anderen Ländern erfolgreich praktiziert werden und nicht teurer sind als die derzeitig geplante Variante. In längst vergangenen Zeiten waren solche Schulen auch in kleinen Orten in Deutschland nicht unüblich. Was andernorts funktioniert, muss deshalb für Sachsen-Anhalt also noch lange nicht falsch sein…

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