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Das Jahr des Wildapfels geht zu Ende

Der Wildapfel - Baum des Jahres 2013

Kleiner Wildapfelbaum nahe des Kupferschiefer-Schaubergwerkes „Lange Wand“ in Ilfeld

Am heutigen Silvestertag endet mit dem Jahr 2013 auch das Jahr des Wildapfels (Malus sylvestris). Diese auch im Harzgebiet heimische Urform unzähliger Kulturapfelarten war in den vergangenen 365 Tagen der Baum des Jahres. Der Wildapfel ist auch unter der Bezeichnung „Holzapfel“ bekannt.

Der Wildapfelbaum gehört wie alle Äpfel zu den Rosengewächsen und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Für einen Baum ist das kein besonders langes Leben. Sein Stamm erreicht einen Durchmesser von maximal 45 Zentimeter. Wildapfelbäume benötigen viel Licht und werden bis zu 10 Meter hoch. Daher wachsen sie meist am Waldrand oder auf Wiesen, nicht aber inmitten größerer geschlossener Waldgebiete. Die für den Menschen im rohen Zustand so gut wie ungenießbaren Früchte sehen kugelförmig aus. Sie messen ungefähr 2 bis 3 Zentimeter im Durchmesser. Oft werden verwilderte Kulturapfelbäume mit Wildäpfeln verwechselt.

Auf dem Gelände zwischen dem Behreufer und dem Eingang zum Kupferschiefer-Schaubergwerk „Lange Wand“ im Südosten von Ilfeld wurde im zu Ende gehenden Jahr ein kleiner Wildapfelbaum gepflanzt. Noch ist dieses Bäumchen recht unscheinbar und wird von den umgebenden Sträuchern vor den Blicken der Besucher gut verborgen, doch innerhalb weniger Jahre wird hier ein stattlicher Baum emporwachsen. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Wildapfelbäumchens steht übrigens auch ein noch junger Baum des Jahres 2011 – die Elsbeere. Auch dieser seltene Baum wurde an diesem Standort anläßlich des Jahres des Baumes eingepflanzt.

Es ist eine schöne Idee, an einem solchen exponierten Platz den jeweiligen Baum des Jahres anzupflanzen – sofern er in die Umgebung hineinpasst. So entsteht mit der Zeit ein interessantes und vielseitiges Arboretum aus einheimischen Arten. Eine derartige Baumsammlung kann eine Brücke in die Zukunft sein und eine Botschaft an die in kommenden Jahrhunderten lebenden Menschen übermitteln. Dies gilt in ganz besonderem Maße, wenn dort auch der Baum des Jahres 2014 – die Traubeneiche – eine Heimat findet. Dieser Baum kann nämlich bis zu 1000 Jahre alt werden und somit einen Gruß unserer Generation an die im 4. Jahrtausend Lebenden ausrichten.

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