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Rettung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz – machen Sie mit!

Rettung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz – machen Sie mit!

Roßla, Sachsen-Anhalt. Nach über 10jähriger Aufbauarbeit konnte im Jahre 2009 endlich ein Biosphärenreservat nach Landesrecht für den Südharz ausgewiesen werden. Da Biosphärenreservate jedoch ein Instrument der UNESCO sind, müssen sie deren strenge Kriterien umsetzen. Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz hat diese bereits zum jetzigen Zeitpunkt erfüllt. Mit dem Einreichen des vollständig vorliegenden Antrags auf Anerkennung durch die UNESCO eröffnet sich die Chance, eines von diesen derzeit 610 Biosphärenreservaten weltweit werden zu können. Ohne UNESCO-Anerkennung kann das Biosphärenreservat aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht weiter bestehen.

Welche Vorteile bringt das Biosphärenreservat für den Südharz?
Biosphärenreservate sind Modellregionen, welche nach wirtschaftlichen, sozialen und umweltrelevanten Gesichtspunkten nachhaltig entwickelt werden sollen und den Erhalt der Kulturlandschaft zum Ziel haben. Die nachhaltige wirtschaftliche Stärkung des ländlich geprägten Raums im Südharz ist dabei eine wesentliche Aufgabe. Neben der Initiierung von Projekten ist die Recherche von Fördermöglichkeiten unabdingbar. Weiterhin werden durch die Verwaltung des Biosphärenreservats seit vielen Jahren im Bereich der Umweltbildung unterschiedliche thematische Veranstaltungen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, angeboten. Kinder können etwa beim Junior-Ranger-Programm durch regelmäßige Veranstaltungen in der Natur vielfältige Erfahrungen sammeln und damit ein frühes Umweltbewusstsein erlangen. Damit wird eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen.

Ebenfalls beteiligt sich das Biosphärenreservat an der Entwicklung der touristischen Infrastruktur, insbesondere bei dem seit 2011 zertifizierten Qualitätswanderweg „Karstwanderweg“.

Weshalb ist die Antragstellung und damit das Weiterbestehen des Biosphärenreservats, akut gefährdet?
Der Antrag muss von allen kommunalen Vertretern der Gemeinden und Städte im Biosphärenreservat unterzeichnet werden. Die Bürgermeister von Sangerhausen, Allstedt, Berga und Wallhausen haben dies bereits getan. Lediglich der Bürgermeister der Gemeinde Südharz macht die Unterschrift des Antrags von einer Vereinbarung mit der Landesregierung abhängig, weil er wirtschaftliche Einschränkungen befürchtet.

Die rechtliche Grundlage für das Biosphärenreservat ist die Allgemeinverfügung nach dem Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt vom 23.2.2009, die jegliche wirtschaftliche Einschränkung für die Kommunen ausschließt. Daher sind diese geäußerten Befürchtungen unseres Erachtens nach gegenstandslos und wir fordern die Landesregierung auf, den Antrag auf Anerkennung durch die UNESCO einzureichen!

Was kann jeder Einzelne dafür tun?
Wir benötigen dringend Ihre Stimme! Stimmen, die zeigen, dass eine Region mit mündigen Bürgern neben der wirtschaftlichen Entwicklung ebenso Verantwortung trägt für unsere Heimat mit reicher Geschichte, ihren Traditionen und der einzigartigen landschaftlichen Vielfalt und Schönheit. Geben Sie Ihre Meinung, Ihr Votum ab, damit wir als Region den Entscheidungsträgern im Land zeigen können: Wir wollen das UNESCO-Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz!

Bitte besuchen Sie uns auf www.pro-biores-suedharz.com.

Der Bauerngraben

Presse-Information:
Aktionsbündnis Pro Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Marcus Fritze, Finkenweg 3, 06536 Südharz OT Roßla
Andreas Fritsch, Hallesche Straße 93, 06406 Bernburg
Franziska Döll | Stephanie Hellmann | Fiona Behrens
E-Mail pro.biores.suedharz@gmail.com

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